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Donnerstag, 31. Dezember 2020

Jahresend(lese)tage 2020 #5

Ups - oder wie es Ryan Georg sagen würde "whoopsie" -: Anette hat ihren Jahrensendlesetag früher online als ich, wie ich gerade gesehen habe. :) Dann wird es doch mal Zeit, dass ich mich von Twitter und News und Youtube verabschiede. Ich war - nicht wirklich erfolgreich - auf der Suche nach einem Quarkkuchenrezept ohne Stärke/Puddingpulver, für 250 g Quark, Grieß habe ich auch nicht im Haus und werde dafür auch nicht extra einkaufen fahren, aber Couscous wäre hier vielleicht ein Ersatz. Ich könnte auch mal aufstehen. Nun ja, ich war schon hoch, schließlich musste die Socke versorgt werden und ich habe mir im Anschluss Frühstück gemacht (bereits verputzt). Merlin hat mich leider mitten in der Nacht (zu 3) wach gehalten, u.a. weil er unter meinem Bett rumorte und er gut eine halbe Stunde zwischen dem Schlafzimmer und dem Wohnzimmer hin und her rödelte, und zwar nicht leise. Als er dann irgendwann zur Ruhe kam, brauchte ich gut eine weitere Dreiviertelstunde, um selbst wieder einzuschlafen, seufz. 

Ich werde mir jetzt mal meine Kurzgeschichtensammlung greifen. 

Update 13.30 Uhr
Ich habe ein wenig in der Küche herumrumort, das von Jed - danke! - verlinkte Rezept und die dortige Seit eim Übrigen angeschaut und die Kurzgeschichte über 72 Buchstaben beendet, deren Konzept und Umsetzung mir gefiel; die Wissenschaft dieser Erde wurde um Mystik (Kabbala) erweitert und hatte fürm ich auch eine Meta-Ebene. Die direkt folgende, sehr kurze, "Evolution of human science" ist ein fiktiver Beitrag zu der Frage, ob menschliche Wissenschaft noch einen Stellenwert - und welchen - hat, wenn die Wissenschaftler keine originäre Forschung mehr betreiben können, weil diese von superintelligenten Meta-Humans vorangetrieben wird.  

Aus gegebenen Anlass denke ich darüber nach, eine offene Katzentoilette mit höherem Rand zu kaufen. Die Socke stand heute erneut vor der normalen Katzentoilette (also die mit der Schwingtür, nicht die mit dem Zugang von oben) und schaute sie an, während sich der Körper in eine gewisse Position begab und ich es gerade noch schaffte, den Deckel abzunehmen und die Socke hineinzuheben. Da ich heute früh schon alle Teile gereinigt hatte, kann hierin eigentlich kein Grund für das Davorsitzen sein. Für andere Gründe sehe _ich_ keinen Anlass, aber das muss nichts bedeuten. Ich habe während der letzten Tage probeweise nachmittags den Deckel weggelassen und er geht dann direkt rauf, allerdings sieht es drumherum dann auch entsprechend aus, da der Rand zu niedrig für die Scharraktionen ist. Hm, ich lasse mir das die nächsten Tage weiter durch den Kopf gehen. 

Jetzt werde ich mit der Kurzgeschichtensammlung weiter machen, weil ich sie dieses Jahr noch beenden möchte. 

Für Interessierte, auch wenn ich nicht  teilnehme, sondern hier weiter vor mich hin rödele: Neyashas Lesemarathon startet um 14 Uhr (klick). :) 

Update 16.30 Uhr
Ein weitere Story ist gelesen - Hell is the absence of God. Hier leben die Menschen auf einer Welt, in der Besuche von Engeln regelmäßig erfolgen, in der die Existenz Gottes, des Himmels und der Hölle, keinen Raum für Zweifel lassen und in der es Menschen gibt, die höchst fromm sind und solche, die nicht. Die Hölle ist hier allerdings nicht Feuer, Schwefel, Folter, jedenfalls nicht auf den ersten Blick (wenn man gläubig ist), sondern Gott sieht die Hölle nicht, nimmt weder sie noch die dort existierenden wahr. Die Story bewegt sich um einen Mann, dessen fromme Ehefrau vor ihm verstirbt und der selbst nicht die Liebe zu Gott besitzt, die dafür sorgen würde, dass er nach seinem Tod in den Himmel gelangt, wo sie ist. Diese Story erreichte mich nicht so, wie die übrigen von mir bislang gelesenen, auch wenn ich hier erneut das Konzept interessant fand. Vermutlich liegt es an dem religiösen Aspekt, der im Gegensatz zu "72 Letter" keinen Gegenpol durch die Wissenschaft hatte.

Da ich kein Mittagessen hatte, habe ich nun Hunger und werde mir eine TK-Pizza aufpeppen mit ein paar frischen Sachen. Und dann schaue ich weiter. :)  

Zwischenspiel um 17.15 Uhr nach dem  Abendessen (die Mozarella-Pizza wurde durch frische Paprika, Zucchini, Pilze und Spinat aufgebrezelt) und einer leicht angeschickerten Natira, die zur Pizza ein halbes Glas Störtebeker Schwarz-Bier getrunken hat. Meine Güte, das zeigt aber sofort Wirkung, uff. 

Update 20.50 Uhr
Ich habe "The Stories of your life and others" beendet. Die letzte Kurzgeschichte handelte von einer -wieder zurücknehmbaren - hm Hirnprogrammierung mit dem Ergebnis, dass die Person Gesichter nicht mehr nach Schönheit oder Häßlichkeit unterscheiden kann - die Eigenschaften sind einfach nicht mehr "sichtbar". In dieser als Dokumentation bezeichneten Story kommen Befürworter und Gegner zu Wort, tatsächlich gefühlt im Interviewstil, und es werden Dritte - Wissenschaftler, Unternehmen - eingeführt, die Stellung nehmen. Ich fand das eine faszinierendes Gedankenexperiment, gefiel mir sehr gut. 

Das war insgesamt eine spannende Sammlung an Geschichten, teils fühlten sie sich für mich ein wenig "technisch" angesichts des Konzeptes und der Storyentwicklung, aber gestört hat mich das nicht. 

Ich vermute, dass dieses Buch mein letztes in diese Jahr beendete ist. :) Mal sehen, womit ich mir gleich die Zeit vertreibe.  

Update 23.00 Uhr
Gelesen habe ich nicht, aber den Kater bespasst und bekuschelt und meinen Endpost zu Konstanzes Sachbuch-Challenge und meinem Scheitern geschrieben und veröffentlicht, noch in diesem Jahr, jawohl. 

Ich gehe davon aus, dass mein nächstes Update im nächsten Jahr erfolgt, dahr wünsche ich Euch an dieser Stelle, 

dass Ihr gut in das neue Jahr kommt,
egal ob im Sessel, auf der Couch, im Bett oder sonstwo. ;)

letztes Update 00.25 Uhr


Die Leute hier auf meiner Ecke hatten definitv ausreichend Feuerwerk, um seit 20 Minuten Raketen zu schießen. Es ist allerdings deutlich ruhiger als sonst, auch Merlin zuckte nicht weiter (diese lauten Feuerwerksbatterien waren nicht großartig dabei). Allerdings klingen ein paar Sachen wie größere Explosionen (ich hoffe nicht, dass es solche waren!). Ich habe die Hoffnung, dass es bald ganz ruhig wird- ich bin wirdklich müde und werde gleich ins Schlafzimmer wechseln. 

Ich wünsche Euch allen ein gutes neues Jahr,
es muss einfach besser werden als 2020. 

Ich werde mal schauen, vielleicht lege ich morgen, ähm, heute, noch einen Neujahrslesetag ein. So oder so: Wir lesen uns!

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Mittwoch, 30. Dezember 2020

Jahresend(lese)tage 2020 #4

Moin! Ich habe Hunger und  muss mir gleich erst einmal Frühstück machen. Geschlafen habe ich diese Nacht deutlich besser als die letzte. Angesichts des Umstandes, dass mir netterweise Zugang zu einem Restmüll-Container gewährt wurde, bin ich nach dem Aufstehen aber erst einmal meine Wohnung durchgegangene und habe Sachen aussortiert, die ich später noch einwerfen werde. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal wieder einen kritischen Blick auf meinen Bücherbesteand geworfen und gleich noch eine Sendung für Momox fertiggemacht. Später will ich noch in den Keller - ich kann den natürlich nicht bei dieser Gelegenheit vernünftig aufräumen, aber ein paar kleinere und dabei doch sperrigere Teile, die sonst sofort die Hälfte einer Mülltonne blockieren würden, finde ich bestimmt auch im Keller. ;) Dass ich während der Räumarbeiten mein Hörbuch hätte hören können - darauf bin ich natürlich erst jetzt gekommen, lach.

Aber wie gesagt, jetzt habe ich Hunger. 

Update 14.25 Uhr

Nach dem Früttag oder Frittag (oder Brunch) nach 11 Uhr bzw. währenddessen habe ich im Netz Nachrichten gelesen,  interessante Clips geschaut und weiter herumgemölt. Dabei ist eine Kiste für den öffentlichen Bücherschrank herausgekommen und ein paar Deko-Elemente für den Container, die sowieso schon seit Jahr und Tag in der hintersten Ecke Staub ansetzen (oder keinen, weil sie nie aus dem Schrank kamen). Außerdem habe ich ein Buch angelesen (englischer Gebrauchtkauf) und es direkt auch noch bei Momox eingepackt -ein Titel weniger im TuB -. 

Und ich habe die nächste Kurzgeschichte "72 Letters" begonnen. Ich hatte zunächst gedacht, es ginge um 72 Briefe, aber bereits in den ersten Absätzen wurde klar, dass es um Buchstaben geht und eine alternative Erde, in welcher Lehmfiguren mit Hilfe von Namen animiert werden; durch den erwachsen werdenden Protagonisten erfährt man indirekt etwas über die industrielle Entwicklung und Forschung; er ist einer der Entwickler und Verfeinerer der "Automata" auf der Basis dieser "Technik" und wird gerade über ein nicht allgemein bekanntes Forschungsergebnis unterrichtet in der Hoffnung, dass er helfen/beitragen kann.

letztes Update  22.20 Uhr
Ich bin altes Kram losgeworden und danach noch ins Büro, um notwendige Anweisungen u.a. an Kollegen zu machen, die in meinen Verantwortungsbereich fallen. Ich habe dann noch mit einem meiner Chef über Fest, Familie und sonstiges geredet und bin später dann noch für den Kater ein bisschen Futter holen. Daheim angekommen hörte ich vereinzelt Böller und ich kann nur hoffen, dass es insgesamt ruhig bleibt morgen im privaten Bereich. Weder meine Socke noch ich legen Wert auf Knallerei...

Ich bin dann etwas im Netz versackt, u.a. bei Audible und bei youtube, bevor ich zu meiner Kurzgeschichtensammlung gegegriffen habe. Wirklich weiter bin ich allerdings in meiner Story nicht gekommen, weil mir ständig die Augen zufallen. ;) Ich werde also das tun, was mein Körper mir sagt und ins Bett gehen. 

Wir lesen uns! 

Dienstag, 29. Dezember 2020

Jahresend(lese)tage 2020 #3

Mahlzeit. Nach einer unruhigen Nacht mit Träumen, an die ich mich nicht erinnere, bin ich morgens immer wieder eingeschlafen, hab später ein paar Sachen erledigt und bin im Netz auf youtube hängegeblieben. Und statt Frühstück (okay, es gab einen Kaffee irgendwann) habe ich direkt Mittag gegessen (veganes Sushi). Aktuell bin ich auf der Suche nach meinem Telefon - es steht noch auf lautlos und ich habe es irgendwo hingelegt. Clever. 

Es wird jedenfalls nicht lange dauern, dann werde ich in den Lesesessel wandern und dort lesen (oder etwas auf dem Pad sehen oder vielleicht wieder einschlafen, lach). 

Update 15.30 Uhr
Ich habe mein Hörbuch zu Ende gehört, während ich etwas herumgelaufen bin und einen Bagelteig vorbereitet habe. u.a. Portland war dieses Mal Schauplatz (früher u.a. Boston und Washington D.C.) und der Teil endete mit einem Cliffhanger - böse. Ich habe daher natürlich das 5. Buch der Serie geladen. ;) Der Teig ist inzwischen auch prima aufgegangen, also werde ich jetzt in der Küche beim Werkeln "Project Legion" beginnen. :) 

Update 16.50 Uhr
Die Bagels sind fertig und ich hätte wirklich am liebsten direkt einen der mit geriebenen Käse bestreuten gegriffen, aber sie sind noch zu heiß. :) Die anderen sind mit Sesam, Sesam mit Käse bestreut und die letzten mit einer Salatmischung, lach. Gehört habe ich nebenher dann auch "Project Legion", der Cliffhanger ist aufgelöst und es gibt eine weitere Dimension in der Geschichte. Wie gesagt, Popcorn-Hörbuch. :)  Nun sitze ich aber wieder im Lesesessel und werde mir die nächste Kurzgeschichte durchlesen.

letztes Update heute 21.20 Uhr
Ich habe etwas länger für die (auch längere) Story "The Story of your Life" benötigt. Ted Chiang steigt hier in Frage der Kommunikation - geprochen und geschrieben - ein und wie die Wahrnehmung die Kommunikation beeinflusst und dann ist da noch die Frage des freien Willens. Die Story war die Basis für den Film "Arrival", der von der Story zwar abweicht, aber auch viele Dinge übernimmt. Story und Film finde ich jeweils faszinierend. 

Ich habe es mit mehrfachen Anläufen auch geschafft meine Updates auf goodreads einzustellen. Es scheint so, als hätte goodreads entweder Serverprobleme/-ausfälle oder nimmt Arbeiten im Hintergrund vor (die Anmeldung per Twitter entfällt ja und ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden haben - entfällt die Verbindung zu Twitter auch im Übrigen, sodass auch keine Updates mehr dort erscheinen?). Ich habe jedenfalls mehrfach eine Fehlermeldung erhalten, musste häufig neu laden etc. Nun ja, inzwischen habe ich es ja geschafft. 

Ich bin recht müde; kein Wunder, die Nacht war ja unruhig bei mir. Hoffentlich wird es diese Nacht besser. :)

Wir lesen uns!

Montag, 28. Dezember 2020

Jahresend(lese)tage 2020 #2

Länger geschlafen - check
gefrühstückt - check
Nachrichten - check (seufz)
Internet im Übrigen - check
etwas zur Entspannung gelesen - nope, dazu bin ich noch nicht gekommen und das wird auch noch ein wenig dauern.
Ich vermute, einige LeserInnen werden aufstöhnen oder mit den Augen rollen, aber ich muss gleich noch für ca. 1- 2 Stunden ins Büro und dort Sachen erledigen, die meine Kolleginnen halt nicht erledigen können, da ich keine Zeit hatte, sie in diese Arbeiten und Programmbedienungen einzuweisen (was hoffentlich im nächsten Jahr mit der neuen Software in diesem Fachbereich asugewogener wird, da wir dann wohl auf demselben Kenntnisstand sind *g*). Und damit ich bald wieder rumlümmeln und faulenzen kann, werde ich mich noch heute Vormittag auf den Weg machen. Hm. Im Nachgang könnte ich meinen Obst- und Gemüsebestand aufstocken...

Update 13.50 Uhr
Ich war gegen 12.30 wieder daheim; es hatte doch ein wenig länger gedauert (es gab noch ein paar Orga-Fragen zu klären). Einkaufen war ich direkt im Anschluss auch nicht, weil ieh erst einmal eine Linsensuppe zu mir nehmen wollte. Ich habe inzwischen die zweite Geschichte aus "Stories of your Life and Others" begonnen, in der es um eine Hormontherapie gegen beschädigte Hirnzellen geht. Mal sehen, wie sie ausgeht - ich unterbreche sie nämlich, um jetzt den Einkauf zu mache. Ich hoffe, es wird um diese Uhrzeit nicht allzuviel in den Läden los sein. ;) 

Update 16.35 Uhr

Der Einkauf ist erledigt. Da ich es vor dem Lockdown nicht mehr geschafft hatte, zum Friseur zu gehen - und es eigentlich schon deutlich Zeit zum Nachschneiden war -, habe ich heute ein Haarband und einen Haarreifen gekauft. Ich muss erst die 50 überschreiten, um nach Jahrzehnten so etwas wieder zu tragen, lach. Aber dadurch wird das Hin- und Hergewuchere auf meinem Kopf ein wenig in Schach gehalten. *g* Da das Wetter hier auch noch gut war - trocken, nicht windig und ca. 5 °C -, bin ich auch direkt eine Runde walken gegangen. Nebenher gab es den aktuellen Kaiju-Thriller auf die Öhrchen und eine weitere Entdeckung zu machen. Da ich mich ja etwas bewegt habe, durfte ich danach auch den Eierlikör-Berliner essen, nicht wahr? Und nebenher habe die vorhin erwähnte Kurzgeschichte beendet - interessant, aber .. technisch. ;) 

Jetzt hänge ich im Lesesessel und überlege, ob ich die nächste Geschichte lese oder etwas anderes oder ob ich ggf. was ganz anderes tue. Ich werde berichten. 

Update 18.30
Zwei Stunden lümmeln, im Netz surfen, Koch- und Backvideos schauen und keine Zeile in einem Buch gelesen. Passt schon.

letztes Update 22.20 Uhr
Eine weitere Kurzgeschichte ("Division by Zero") ist gelesen. Diese handelt von einer Mathematikerin, die einen mathematisch erhebliche Formel findet. Die Story beschäftigt sich mit den Auswirkungen, aber konkret und persönlich auf die Mathematikerin. 

Auch wenn die nächste Story diejenige sein dürfte, auf welche "Arrival" beruht, habe ich die Sammlung erst einmal beiseite gelegt, weil ich einen frischen Kopf für sie haben wollte. Stattdessen bin ich noch im Netz herumgesurft, haben ein paar Clips geschaut und mir dann John Wyndhams "Plan for Chaos" ... angeschaut. Ich weiß noch nicht, ob ich über das Anlesen hinaus bei Wyndham bleibe - heute oder morgen -, ich werde es herausfinden. :) 

Wir lesen uns!

Sonntag, 27. Dezember 2020

Jahresend(lese)tage 2020 #1

Einen schönen Sonntagmorgen! Merlin kuschelt sich morgens auch ganz gern an mich - und mir ist es mal wieder gelungen, ihn dabei zu fotografieren. Gelingt auch  nicht immer. ;) 

Den Sonntag begonnen habe ich mich den Nachrichten und neben all dem anderen habe ich mehr und mehr Sorge über die uns nächste Woche nach den ganzen Nachmeldungen und Nachtragungen erreichenden Zahlen - und diejenigen, die das "Ergebnis" der diesjährigen Jahresendfeiertage aufzeigen werden. Kein Wunder also, dass ich erst mal wieder in eine andere Welt abgetaucht bin und die "letzte" Geschichte aus der Forward-Collection gelesen habe. Diese stammt aus der Feder von Andy Weir und befasst sich mit Quantentechnologie. Es ist eine zweigliedrige Geschichte, in der sich Weir alle Mühe gibt, Quantencomputer etwas für Normalsterbliche herunterzubrechen; für mich haben die Metapher soweit funktioniert, aber die kleine Geschichte hatte neben der eigentlichen Story doch einen gewissen Techniktalk. Ich mochte sie trotzdem. ;) 

Im Anschluss war ich etwas online unterwegs, weil ich nicht so recht wusste, wozu ich nun greifen soll. Ergebnis: Ich habe mir Frühstück gemacht, dass ich erst einmal genießen werde. Und dann schaue ich einfach weiter. ;) 

Update 12.00 Uhr
Die Wäsche läuft noch. Lustig. Ich habe extra nicht an den Feiertagen die Maschine angemacht, aber jetzt am Sonntag habe ich keine Hemmungen, sie in Gang zu setzen. *g* 

Während der Wind hier um die Ecken pfeift - es fühlt sich gerade mehr nach November als nach Ende Dezember an -, lese ich in "Der Kirschbaum meines Feindes" von Wang Tin-Kuo und erfahre gerade etwas mehr vom Protagonisten, über seine Kindheit und wie er Aki, seine spätere Frau, kennenlernt, die wiederum etwas mit dem titelgebenden Kirschbaum zu tun hat. Mal sehen, wie das weitergeht. Vielleicht greife ich aber auch parallel zu etwas anderem, mal sehen. 

Update 14.00 Uhr
Zwei Stunden und ich habe nichts bemerkenswertes zu schreiben. :) Ich habe ein wenig Augenpflege betrieben, die Wäsche in den Trockner gebracht und bin auf youtube versackt. *g*

Update 17.00 Uhr
Inzwischen ist die Wäsche nicht nur aus dem Trockner, sondern auch schon verstaut, yeah. In meinem Roman bin ich ein Stück weiter gekommen - ein heftiges Erdbeben hat ein früheres Trauma Akis wieder zum Vorschein gebracht, aber der Kirschbaum ist noch nicht (wieder) aufgetaucht. Zwischendurch habe ich probeweise eine Kurzgeschichte aus einer anderen Anthologie geliehen ("The way the worlds ends" by Jess Walter), aber sie holte mich nicht wirklich ab; es klickte einfach nicht; vermutlich auch der Grund, warum ich gefühlt ewig für die Story benötigt habe. Ich drehe jetzt erst einmal eine Runde im Netz. 

Update 20.00 Uhr

Uff, das war unbefriedigend. Ich habe "Der Kirschbaum... " beendet und frage mich gerade, warum ich das Buch gelesen habe, das sich so kaum mit der Frage beschäftigt, warum Herr Luo nun die Flucht ergriffen hat. Ja, es gibt Andeutungen, aber da die gesamte Story nur aus einer Perspektive erzählt wird, sind Andeutungen und Mutmaßungen nicht wirklich hilfrei oder befriedigend. Jedenfalls für mich. Mit dem Protagonisten wurde ich nicht warm, seine Ehefrau blieb mehr als blass (nur durch seine Augen).  Das Buch wird alsbald im Bücherschrank landen. Nun, im Großen und Ganzen ist meine Lektüreauswahl ja gut bis sehr gut, da darf dann so ein Ausrutscher für mich auch mal drin sitzen. ;) Merlin hat ... ähm die Stellung, also seine, gehalten, lach. Mal sehen, was ich gleich noch mache.

letztes Update 22.55 Uhr
Anettes Erwähnung vom Album 2020 hat mich animiert, mir dieses in der Mediathek anzusehen. Es sind so viele Dinge in diesem Jahr passiert, deren zeitliche Abfolge mir gar nicht mehr so bewusst war. Mir hat außerdem die Ersetzung von T**** durch Twittertroll durchaus gefallen; ist ja auch was Wahres dran. Und am Ende der Doku mit dem Herunterfahren zur Weihnacht dachte ich nur - genau, und deswegen fahren auch so viele in die Wintersportgebiete bei uns und auch anderswo. Selbst wenn es sicum Bewegung an der freien Luft handelt und selbst wenn auf Maske geachtet wird, ist das aus meiner Sicht ein Risiko, dass nicht sein muss, weil halt nicht immer jeder sich an die Regeln hält, weil man vielleicht doch anderweitig zusammenkommt und weil die Verletzungsgefahr erhöht ist und unsere Mediziner eher Entlastung brauchen und nicht noch mehr zu tun. Seufz. 

Ich habe mir zum Tagesabschluss die Kurzgeschichtensammlung "Stories of your Life and Others" von Ted Chiang gekauft und de erste Kurzgeschichte gelesen, in der es um den Turmbau zu Babel geht und u.a. um das, was auf dem langen Weg den Turm hinauf passiert, den die Minenarbeiter zurücklegen, um das Himmelsgewölbe aufzubrechen. Auf den Autor aufmerksam geworden bin ich durch die Verfilmung einer seiner (in dieser Sammlung enthaltenen) Kurzgeschichten. Ich meine den Film "Arrival". Aber viel lesen werde ich heute sicherlich nicht mehr. Ich bin inzwischen schon ins Bett gewandert und werde auch gleich das Licht ausmachen. 

Wir lesen uns! 

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Dienstag, 31. Dezember 2019

Jahresend(lese)tage #4

Moinsen! Es is schon lustig, dass ich heute - nach dem Arbeitstag gestern - prompt ohne Wecker um halb sieben wach wurde. Nun, ich bin einfach mit meinem Milchkaffee wieder ins Bett gekrabbelt und habe geschaut, mit was ich mich beschäftigen kann. Bei skoobe habe ich "Das geheime Leben der Schneiderin" von Angelika Waldis gesehen und, da mich der Infotext ansprach, aufgeschlagen. Jolanda, genannt Jolie, ist die titelgebende Schneiderin und führt Änderungs- und Näharbeiten durch und näht sich gelegentlich selbst ein Stück. Sie ist auch diejenige der Kinder, die "vor Ort" in der Nähe der inzwischen betagten Eltern geblieben ist und regelmäßig die wegen Demenzs ins Heim verzogene Mutter besucht, während der Vater daheim geblieben ist und von seiner Halbschwester versorgt wird. Die Eltern werden alsbald 80 und Jolie ist dabei, eine Feier zu organisieren, die Geschwister wollen kommen - nur natürlich nicht Franz, der 17jährig im See ertrunken ist. Oder etwa nicht? Ich war ein wenig überrascht, dass ich, als sich mein Magen meldete, dann ca. in der Hälfte des - zugestandenermaßen nicht sehr langen - Romans angekommen war.  Zwar habe ich ihn jetzt erst einmal zur Seite gelegt, um zu frühstücken und später werde ich noch den letzten Flurdienst dieses Jahres erledigen, aber ich kann mir vorstellen, dass ich später heute zu dem Roman zurückkomme. Außer natürlich, z.B. Puzzle- und/oder Konsolenspiel lenken mich zu sehr ab. :)

Update 14.00 Uhr
Nun ja, ich habe den Flur erledigt (puh) und einen Plausch mit meinen beiden Nachbarinnen gehalten; ich freue mich, dass es der einen endlich etwas besser geht und die Bilder positive Veränderungen nach dem neuen Anlauf mit einer geänderten Chemotherapie zeigen. Ich drücke die Daumen, dass die positive Entwicklung enthält.

Ansonsten habe ich nicht viel gemacht außer mein aktuelles Puzzle vorzusortieren und nebenher Lorerunner-Clips zu hören und zwischenzeitlich Mittag zu essen (einfach ein weiteres Brötchen). Die Merlinsocke ist konsequent darin, das angebotene Feuchtfutter zu ignorieren und erst etwas davon zu essen, wenn ein wenig Trockenfutter  darauf liegt, seufz. Nun hängt er mit halb geschlossenen Auen auf dem Sofa. <3

Ich werde mich jetzt am Puzzlerand versuchen und mein Hörbuch ("Rip-Off") anmachen, in welchem diverse Autoren einen selbst gewählten ersten Satz eines bekannten Romans als Inspiration für eine eigenen Kurzgeschichte nehmen. Ich habe das Hörbuch bereits am 14.12.2019 begonnen, dann aber zugunsten anderer erst einmal zurückgestellt. Die letzte Story, die ich gehört habe, zog ihre Inspiration von Moby Dick und der Autor sponn daraus eine Art "Film noir" Privat-Detektiv-Story, in welcher  Charaktere der Geschichte auftraten - gefiel mir wirklich gut. Von den vorhergehenden drei Stories mochte ich ausgerechnet diejenige, die  Austens Pride & Prejudice ersten Satz als Inspiration nimmt, nicht. D.h., ich habe sie nicht einmal zu Ende gehört, weil mich der Sprecher nervte und ich mit dem Setting - ein Buchmacher, Sportevent, Gewinn und Heirat o.ä. - nichts anfangen konnte. Dann gab es noch eine von Marlowes "Edward II" inspirierte Story, die in der Zukunft spielt und ich mochte die Geschichte, kann aber nichts zum "Rip-Off"-Effekt sagen, da ich Marlowes Story nicht kenne. :) Die erste Geschichte zieht die Inspiration von den mir in keiner Weise etwas sagenden amerikanischen "Rootabaga-Stories" von Carl Sandburg und ich mochte auch diese Story "für sich allein". ;) Mal sehen, was mich als nächstes erwartet.

Update 17.30 Uhr
Drei weitere Kurzgeschichten sind zwischenzeitlich gehört. In "Begone"  wird die erste Linie aus "David Copperfield" der Beginn einer Story, in der ein Mann aufwacht, nur um festzustellen, dass in seinem Haus bei seiner Frau mit seiner Tochter ein Duplikat von ihm lebt. Sein Versuch, ins Haus zu gelangen, scheitert an einer Barriere, aber er kann das Duplikat erreichen und versuchen, seinen Platz zurückzugewinnen. Und dann wird es merkwürdiger - diese Story hat, wie ich nachgelesen habe, weniger etwas mit David Copperfiel zu tun (glaube ich, ich habe den Roman noch immer nicht gelesen), bezieht jedoch eine, nein zwei amerikanische Fernsehshows, die ich jeweils namentlich kenne und von denen ich als Kind vermutlich ein oder zwei Folgen gesehen habe. Der Protagonist dieser Story heißt übrigens Darrin und trifft in einer Bar auf einen Piloten namens Tony. Mehr will hier hierzu nicht sagen, nur, dass ich während des Hörens nur immer dachte, dass etwas vertraut war (bis ich es dann nachgelesen habe) und dass ich die Geschichte durchaus mochte. ;) In "Red Menace"  liest der Protagonist die erste Zeile des kommunistischen Manifestes in 1936 in London und kurz darauf öffent sich ein Tor im Himmel und Menschen, die aus "Mir" stammen landen auf der Straße. Was sich entfaltet ist eine "was wäre wenn"-Geschichte, die der Protagonist lebt - ich fand die Kurzgeschichte durchaus faszinierend. Zuletzt habe ich "Muse of Fire" gehört, eine Geschichte, die die erste Zeile von Henry V zum Anlass nimmt, einen Wissenschaftlicher auf seine Muse namens Hestia treffen zu lassen, die im Plasma-Höllenfeuer gefangen ist und die er befreien möchte - ebenfalls nicht schlecht, aber ich mochte die anderen beiden mehr.

Puzzle-Ergebnis während der drei Kurzgeschichten:


Update 20.30 Uhr
Zwei weitere Geschichten sind gehört. In "Writers Block" nimmt ein Schriftsteller die Zeile  "It was a dark and stormy night" und führt sie weiter, d.h. er hat mehrere verschiedene Ansätze und versucht eine Story zu entwickeln (u.a. eine, in welcher zwei Smart-Häuser als Detektive einen Krimi lösen sollen). So recht gelingt das nicht und dann überschlagen sich die Ereignisse, als er in einem Drugstore mit Krämpfen zusammenbricht. Ich mochte die Story sehr und fand das Ende nett. Die nächste Geschichte war "Highland Reel" und nahm Macbeths erste Zeilen zum Anlass, um ein junges Mädchen im frühen 19. Jahrhundert noch einmal nach Hause gehen zu lassen und dabei über ein Dorf zu stolpern mit Highlandern, die es eigentlich nicht geben dürfte in Häusern, die viel zu gut gebaut sind und Kleidung, die viel zu gut ist. Man ahnt, in welche Richtung die Story geht, nett, aber nicht wirklich mehr. ;)

letztes Update 01.30 Uhr
Inzwischen ist hier ruhig geworden. Das bedeutet, ich werde gleich in die Koje umziehen. Vorher wollte ich aber noch berichten, dass ich im neuen Jahr das Puzzle beendet habe (ich habe den ganzen Tag die Konsole gemieden und wurde daher auch nicht abgelenkt) und ebenso auch noch mein Hörbuch "Rip-Off". Es waren auch nur noch drei Stories und da die letzte kurz nach 24 Uhr endete, zähle ich das Buch noch zu 2019.Die Geschichte "Karen Coxswain, or, Death as She is Truly Lived" bezog die erste Zeile von Huckleberry Finn und auch wenn Mark Twain darin vorkam, die Story um eine Frau, die stirbt und dann in der Hölle einen Job bekommt, später kommt der Ex auch dorthin und sie versuchen offenbar, das Machtgebiet eines Dämons zu übernehmen,  hat mich so dermaßen nicht interessiert, dass ich tatsächlich die Abspielgeschwindigkeit erhöht habe, damit ich nicht so lange zuhören musste - die Sprecherin hat auch nicht geholfen, die Story für mich interessanter zu machen. Es folgte "Lady Astronaut of Mars", inspiriert von der ersten Zeile des Zauberers von Oz mit einer Dorothy, die in der Nähe des Mission-Startbereichs für Mars wohnte und die titelgebende Astronautin als "Lady Astronaut" bezeichnete. Wirklich überraschend war die Story nicht, aber sie war nett geschrieben. Wieder sehr gut unterhalten hat mich dann "Every Fuzzy Beast of the Earth, Every Pink Fowl of the Air", inspiriert vom ersten Satz der Genesis und ich mochte wirklich sehr die Darstellung der Arbeit der Engel bei der Erschaffung der Welt - und die unerwartete und auch ungewollte Hilfe, die ihnen zuteil wird.  Die Sammlung endete mit "Declaration", wobei die Unabhängigkeitserklärung der USA in einer Zukunft von Twens auf die aktuelle Situation umgearbeitet wird, da sie das Recht haben wollen, ohne Überwachung und Zeitbeschränkung virtuell online sein zu wollen bzw. komplett virtuell zu leben. Die Geschichte hat mich nicht vom Hocker gerissen, vielleicht lag das aber auch daran, dass ich vor nicht allzu langer Zeit "Locked in" von Salczi gehört hatte. Insgesamt bot das Hörbuch eine bunte Mischung an Geschichten, in denen zwei für mich komnplett rausfielen, einige okay, viele gut und ein paar sehr gut waren. Findet man ja häufiger bei Kurzgeschichtensammlungen. :) 

Und nun geht es ab in die Schlummerkiste.


FROHES NEUES JAHR!

Sonntag, 29. Dezember 2019

Jahresend(lese)tage #3

Ich genieße es heute noch einmal, dass ich nicht aufstehend bzw. raus _muss_. Geweckt gegen 8 von einer Katersocke, die der Ansicht war, dass das Futter bitte schön aufgefüllt werden müsste (erledigt, nur das er das konkrete Futter nach dem Antesten dann Stehengelassen hat, Pech gehabt), habe ich mir einen Milchkaffee gemacht und mich wieder ins Bett verkrümelt. :) Ich habe dort dann weiter in der schon gestern erwähnten Fanfiction zu Babylon 5 weiter gelesen. Ich will nicht spoilern - weder für die Fanfiction noch die TV-Serie -, aber so viel sei gesagt: Zarthras ist aufgetaucht.

Inzwischen hat sich mein Magen dann aber auch gemeldet und so bin ich nun brav aufgestanden und habe auch mir Frühstück zubereitet. Das werde ich nun erst einmal zu mir nehmen und dann entscheiden, wie ich den Sonntagvormittag ausklingen lasse. :)

Update 14.00 Uhr
Ich habe mir "The Archive of alternate endings" und inzwischen beendet. Ich weiß nicht so recht, wie ich die Lektüre in Worte fassen soll. Wie schon gestern erwähnt, lagen mir die kohärenten Texte mehr. Andererseits greifen diese mit den  "Zwischenspielen", wie ich es mal nennen will,  ineinander und bilden den, nun ja, Roman, und die Verzahnungen werden immer deutlicher, je mehr man sich dem Ende nähert. Nur wenige Charaktere in dem Roman werden namentlich ge- bzw. benannt, die Erzählung erfolgt aus Drittperspektive. Nur bei drei Gelegenheiten wechselt Lindsey Drager in in die Ich-Perspektive, einmal monologisiert eine Schwester, einmal ein Bruder, einmal wechseln sich eine Schwester und ein Bruder ab und auch hier reden sie nicht miteinander, monologisieren. Und so seltsam es klingen mag, diese Brüche stören - jedenfalls mich - nicht. Geschichten und ihre Bedeutung und Veränderung/Zensur incl. Änderung durch ihre Verschriftlichung/Festschreibung  sowie geschwisterlichter Umgang sind Teil dieses Romans, aber für mich kristallisierte sich als Schwerpunkt  der generellen Umgang der Menschen miteinander und ihre Bindungen heraus, besonders, wenn Menschen Hilfe benötigen, sei es, weil sie konkret ausgegrenzt wurden, sei es, weil die Gegebenheiten einfach so sind (im Roman das Jahr 2365 betreffend), sei es ob - und aus welchen Gründen auch immer und von wem - ein Geschwisterpaar in den Wald geschickt wurden oder ein an Aids Erkrankter von anderen aus Angst gemieden und verstoßen wurde (immer wieder kehrt Lindsey Drager thematisch und zeitlich in das Jahr 1986, zu homosexuellen Männern und Aids zurück).

Letztes Update heute 20.30 Uhr
Öhm, ja, das kommt davon, wenn man die Konsole anmacht und keinen Wecker stellt, lach. Ich habe gut hm, 3 Stunden gerade vor mich hingespielt und Yoku weiter über die Insel geschickt, zwei Häuptlingen ihre Post zugestellt (einer fehlt noch, damit man sich der Inselgottheit widmen kann, die von einem Gottesmörder angegriffen worden ist) und meine Technik mit dem Seil und den Rußlingen deutlich verbessert.
Am Nachmittag gab es außerdem Katzenzeit, ein wenig Kreuzworträsel und die drei youtube-Clips von Lorerunner, die sich mit den letzten Folgen von Babylon 5 befassen. Und ein wenig Fanfiction habe ich auch noch gelesen. ;)

Da ich morgen arbeiten muss und zudem allein mit mindestens zwei, ggf. drei der vier Chefs bin, werde ich heute relativ früh in die Koje umziehen und dort noch etwas lesen. Ich werde etwas früher im Büro aufschlagen, um die Post vom Freitag und Wochenende als erstes machen zu können, schließlich sind das normale Werktage gewesen, ohne dass das Büro besetzt war. Und dann werde ich mal sehen, was im Übrigen am 30. so auf mich zu kommt.:)  Das Auto, das die letzten Tage immer morgens gut angefrostet war, habe ich heute während der Tauzeit am Nachmittag schon eingepackt (ich kann ja die Thermofolie nicht immer als Rock tragen) und hoffe, dass ich morgen früh nicht zu viel Innen-Luftfeuchte haben werde. *toi,toi,toi*

Angesichts des morgigen Arbeitstages werde ich mich frühestens Silvester wieder hier in diesem Theater melden. Wir lesen uns. :)

Samstag, 28. Dezember 2019

Jahresend(lese)tage 2019 #2

Mahlzeit! Ich habe einen sehr entspannten Vormittag verbracht mit ein paar Troll-Kreuzworträtsel, Frühstück im Bett, Kuschelzeit mit Merlin und lesen.

Ich weiß nicht, wer von Euch Leser*innen meines Blogs die SciFi Serie Babylon 5 kennt, ich bin jedenfalls ein Fan der Serie (insbesondere hinsichtlich der Staffeln 1 - 4 von 5). Ein Fan hat hierzu online Fanfiction veröffentlicht unter der Prämisse: Was wäre, wenn die Minbari bei der "Battle of the Line" nicht aufgehört hätten, sondern in voller Macht bis zur Erde und ihren Kolonien vorgedrungen wären. Wie hätten sich die Schicksale von Delenn, G'Kar, Sheridan etc. verändert. Ich habe jetzt die ersten Kapitel online gelesen und bin von der Prämisse und den Entwicklungen fasziniert, auch der Schreibstil ist gut. Ich bin mir sicher, dass ich zu der Webseite immer wieder zurückkehren und weiterlesen werde. :)

Außerdem habe ich mir "Family Pets" von Pat Shand und Sarah Dill gegriffen; der (gebrauchte) Comic ist ja gestern eingetrudelt. Ich weiß gar nicht mehr genau, wo oder wie ich über ihn gestolpert bin. Thomasinas Eltern sind bei einem Verkehrsunfall gestorben, als sie 5 war, und sie zog zu ihrer Großmutter, später dann zusammen mit dieser zu Verwandten. Sie dachte immer, dass irgendwer kommen würde um ihr zu sagen, dass dies alles einen Sinn hat, das sie besonders ist. Jetzt ist sie 16 und nichts dergleichen ist geschehehen. Und am nächsten Morgen findet sie ihren Onkel, ihre Tante, Cousin und Cousine nicht mehr vor - aber dafür einen Hund, eine Katze, einen Papagei und einen Gecko (?). Und dann ist da noch Sebastian, ihre geliebte Schlange, die sie jahrelang begleitet hat und die aus ihrem  Terrarium verschwunden ist. Ich mag Thomasina! Ich kann nachvollziehen, dass sie auf einen Grund hofft für ihre Schicksalsschläge und dass sie erkennt, dass ihre "Zweitfamilie" es gut meint, auch wenn sie sich fühlt, als fehle etwas. Ich mag auch, wie sie später trotz aller Dinge, die um sie herum passieren, Stellung bezieht und Grenzen zieht. Die Nebencharaktere, die nicht alle gleichermaßen im Scheinwerferlicht stehen, waren mir auch sehr sympathisch. Die Zeichnungen gefielen mir (Notiz: Wie bei Manga ist nur das Cover farbig, der Rest ist in schwarz-weiß gehalten, die Zeichnungen sind aber nicht mangaesk - ist das überhaupt ein Wort?).

Da ich faul war, bin ich im Anschluss mit dem Rad in die Stadt gefahren und habe mir dort mein Mittagessen geholt (gebratene Nudeln mit Gemüse), d.h. es sind zwei Mahlzeiten, die Portion ist dort immer recht groß. So hatte ich frische Luft - und inzwischen auch Mittag. :) 

Der Samstag kann weitergehen.

Update 16.30 Uhr
Ich habe endlich das erste Level von Donkey Kong geschafft (auch wenn meine Errungenschaften eher mager waren, lach) und nun muss ich hoffenltich wirklich nicht mehr das Intro sehen. Irgendwie hatte ich geglaubt, das wäre bereits nach Erreichen des ersten Kontrollpunktes der Fall. Ich kenne mich wirklich mit dieser Art von Spielen nicht aus. :)

Mit Yoku bin ich auch etwas weiter gekommen. Inzwischen habe ich einem Leuchtturmwärter geholfen, die Russlinge zu fangen und zu waschen, jetzt sehen diese flauschig hell und hübsch aus. Dafür gab eine Rußling-Leine und ich habe aktuell noch keine Ahnung, was ich damit anfangen soll.

Im Übrigen habe ich mir "The Archive of alterante Endings" von Lindsey Drager gegriffen, das vielleicht vor 6 - 7 Wochen bei mir eingezogen ist. Ich glaube, ich habe jemanden mal auf seinem booktube-Kanal über das Buch sprechen hören. Aufgehängt zum einen an dem Erscheinen des Halley'schen Komenten und zum anderen an der Geschichte von Hänsel und Gretel soll es in dem Roman darum gehen, wie Geschichten erzählt und geteilt werden und wie sie sich entwickeln. Im ersten Kapital springt die Erzählung zwischen den Gebrüdern Grimm in 1835 (u.a. während der Aufnahme einer Veriante der Hänsel-und Gretel-Story, in der der Sohn von den Eltern verstoßen wird, weil er homosexuell war, und seine Schwester im nachgeht, um ihn zu retten) und einem namenlosen Schriftsteller und seinem One-Night-Stand incl. dessen Familie in New York in 1986 hin und her (der Schriftsteller gibt seinem Liebhaber seine Kopie von Hänsel und Gretel). Im zweiten Kapitel geht es um Halley und seine begabte Nichte in 1682 und eine Illustratorin und eine Pflegerin in einem Asylum in 1910 in der Nacht des Halley'schen Kometen (die Illustratorin hat u.a. auch aus der Vogelperspektive Hänsel und Gretel gezeichnet). Wie erwähnt, springt die Erzählung jeweils zwischen den Zeiten innerhalb eines Kapitels hin und her, aber irgendwie thematisch kreisend. Mir fehlen etwas die Worte, um as das zu beschreiben. :) Auf jeden Fall bin ich aktuell fasziniert von der Art und Weise, wie die einzelnen Stories präsentiert werden.

Update 19.15 Uhr
Ich habe weiter in "The Archive of alternat Endings" gelesen, bin jetzt auf Seite 100 nach einer zusammenhängenden Geschichte  aus der Sicht einer Schwester ihren an Aids erkrankten Bruder betreffend, in der eine Frau vorkommt, die von vielen Eltern an Aids Erkrankter als Hexe bezeichnet wird, weil sie diese aufnimmt und pflegt (1986). Ich brauche jetzt erst einmal eine Pause, nicht nur wegen des Inhaltes, sondern wegen der Art, wie Lindsey Drager ihren Roman schreibt. Mit den zwischenzeitlich auch gelesenen mehr experimentellen Bereichen des Romans kann ich nicht wirklich etwas anfangen (und ab Seite 100 gibt es wieder solche). Die ersten beiden Kapitel und dieser kohärente Text (der übrigens Passagen des ersten Kapitels aufgreift, aber auch Passagen aus einer Art Gesamtzeitabriss von 1378bis 2365) liegen mir mehr.

letztes Update 22.10 Uhr
Nachdem ich abends die Reste vom Mittagessen verputzt hatte, gab es eine Session an der Konsolo. Ich habe ein weiteres Level in Donkey Kong geschafft (yeah, erneut mit magerer Ausbeute, aber überlebt! :)) und bin in Yoku's Island Express weiter gekommen. Allerdings soll ich jetzt an einer Bohnenstange mit Blüten zum Gipfel hochklettern, wozu ich einen Rußling und eine Leine benötige - beides habe ich - und die Technik, um mich mit dem Seil von Blüte zu Blüte zu schwingen. Und an der hapert es ganz schön, lach. Ich habe für heute daher auch erst einmal aufgehört, weil ich den Abend nicht total frustriert beenden möchte.

Die Merlinsocke ist inzwischen auch versorgt und ich werde gleich in die Koje umziehen. Mal sehen, ob ich in "The Archive..." weiter lese oder noch etwas anderes anfange. Vermutlich werdet Ihr es morgen erfahren. ;)

Gute Nacht!

Freitag, 27. Dezember 2019

Jahresend(lese)tage 2019 #1

Da unser Büro in diesem Jahr an diesem "Brückentag" zwischen Weihnachten und Samstag zu hat - es finden Serverarbeiten statt und nicht nur ich hoffe, dass am nächsten Werktag alles wieder so läuft, wie es soll :) -, genieße ich gerade einen weiteren freien Werktag mit anschließendem Wochenende.

Aufgewacht bin ich relativ früh mit 8 Uhr und habe erst einmal die Merlin-Socke versorgt, die jetzt wenigstens die eine Sorte Futter wieder akzeptiert. Ich musste feststellen, dass ich vergessen hatte, ein Brötchen aus dem Tiefkühler zu nehmen, mein Brot leider schimmlig geworden war und ich keinerlei Lust hatte, raus zu gehen und frische Brötchen zu holen. Also gabe es eine Scheibe Knäcke und Joghurt mit Obst. Das hat meinen Magen erst einmal zufriedengestellt. Und während Merlin sich einrollte und ich meinen restlichen Kaffee trank, griff ich mir den Comic "Bingo Love" (Vol.1) von Tee Franklin. Ich mag die Grundgeschichte wirklich und die Zeichnungen gefielen mir ebenfalls sehr, nur läuft die Story zu schnell ab und hätte es verdient, über einen längeren Zeitraum mit mehr Heften erzählt zu werden. Gern hätte ich mehr über die Zeit gelesen, die die beiden gemeinsam verbracht haben und über Mari und ihre familiären Beziehungen gelesen (Hazels Story wird ausgebreitet). Aus meiner Sicht wurde hier Potential verschenkt, was ich wirklich schade finde.

Ich habe dann etwas Zeit mit der Switch verbracht und Yoku auf der Insel herumbewegt - sei es laufend, sei es fallend, sei es flippernd. :) Zuletzt hat der kleine rege Mistkäfer mit seiner Kugel ein Ei gefunden und es dem zugehörigen Wächter übergeben, was diesen sehr glücklich gemacht hat. Außerdem habe ich meine erste Quest beendet: Eine Werkzeugkiste gefunden und dem Brückbauer ausgehändigt. Wenn ich nun noch herausbekommen würde, wie ich die explodierenden Schnecken richtig nutzen kann, um Yoku zu bestimmten Ebenen zu bekommen. Das habe ich "technisch" noch nicht herausbekommen.

Die Zeit mit der Konsole geht ja flott vorbei und so hatte ich mir einen Timer gestellt, um nicht völlig zu versacken. :) Im Anschluss habe ich dann "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" von Susann Pastor begonnen. Der Roman beginnt in der Adventszeit und handelt von der krebskranken Karla, die zu Hause bleiben will und daher einen ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter, der nach Hause kommt, beauftragt hat. Letzterer ist alleinerziehend (entweder geschieden oder in Trennung, weiß ich noch nicht) der Sohn ist 13 und Karla ist sein erster Auftrag. Ich bin erst auf Seite 80, jedoch aktuell recht angetan. Mal sehen, wie sich der Roman weiter entwickelt.

Jetzt werde ich aber erst einmal den strahlend blauen Himmel und das trockene Wetter nutzen, und mit dem eBike in die Stadt fahren, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen und dabei etwas frische Luft zu schnappen.

erstes - und letztes - Update heute :) 

Mit dem eBike in die Stadt zu fahren, war eine gute Idee. Es war schön, trocken und sonnig und ich habe davon etwas mitbekommen, ohne mich allzu sehr anstrengen zu müssen, was beim Gehen der Fall gewesen wäre. ich habe noch mein letztes Weihnachtsgeschenk - einen Comic - von der Filiale abgeholt und mir bei dieser Gelegenheit einen Eierlikör-Berliner mitgenommen und zu Hause direkt verputzt. :) Danach habe ich der Konsole eine Display-Folie verpasst und es geschafft, nur an zwei Ministellen eine kleine Blase zu belassen sowie an einer Kante außerhalb des Bildbereiches eine größere. Gut für mich - normalerweise gelingt mir das nicht bzw. schrotte ich die erste der Folien dabei (d.h. ich ziehe sie so häufig ab und versuche sie wieder anzubringen, bis sie nicht mehr haftet). Belohnt habe ich mich danach mit einer Runde Yoku's Island Express - Ich habe einen Schnecken-Sauger bekommen! Damit kann ich die explodierenden Schnecken vor der Explosion aufsaugen und meiner Mistkäferkugel explosiven Bums verleihen, was bei manchen Hindernissen doch hilfreich ist. Außerdem muss ich nun neben Briefen auch drei fällige Pakete abliefern und habe Botschaften für drei Häuptlinge (zu denen muss ich erst einmal einen Weg finden).

Die letzten Stunden habe ich allerdings damit zugebracht, den Roman von Susann Paztor auszulesen., der vom Tod, vom Gehen und Gehen lassen handelt, von beendete und unbeendeten Dingen, aber auch davon, dass das Leben der anderen weiter geht. Das ließ mich mal wieder an Masha Kalekos Memento denken "... den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben". Susann Pasztor schreibt gradlinig und ohne viel Tamtam oder Pathos. Ich mag, dass sie "Menschen" zeigt - Fred macht einen Fehler, der auch im Rahmen seiner Supervision in der Gruppe mit weiteren Ehrenamtlichen zur Sprache kommt. Karla ist einerseits direkt, nötigt anderen um sie herum auch Respekt ab, andererseits strahlt sie auch eine Sturheit und Unnachgiebigkeit aus; ein Umgang mit ihr erscheint nicht einfach. Keine Ahnung, warum immer wieder in meiner Buchauswahl Titel auftauchen, in denen es um Sterben, Sterbebegleitung, Hospiz geht; vielleicht liegt es an meinem Agnostizismus. Jedenfalls fühle ich mich nach dem Beenden des Buches weder manipuliert noch deprimiert oder traurig, allenfalls nachdenklich.

Den Abend werde ich vermutlich mit ein wenig Spielerei an der Konsole ausklingen lassen und möglicherweise schaue ich heute auch noch in den eingetrudelten Comic. Mal sehen. Ich melde mich voraussichtlich morgen wieder in diesem Theater. Bis denne.

Dienstag, 1. Januar 2019

Jahreswechsellesetage Neujahr 2019

Guten Morgen im neuen Jahr, das bei mir mit einem ausgiebigen Bagel-Frühstück beginnt - natürlich im Bett, lach.

In der Nacht ist es in der Tat ab 1.00 Uhr ruhig geworden, aber letztlich ab in der Schlummerkiste sind Merlin und ich erst gegen 2 Uhr. Geweckt wurde ich heute früh nicht von Merlin, sondern von Krähen, die sich frühmorgens vermutlich über den Dreck auf der Straße unterhalten haben. Diese Beschwerden eskalierten lautet netterweise erst gegen halb neun, sodass ich dann auch hoch bin und Merlin versorgt und dann mein Frühstück zubereitet habe.

Jetzt muss ich "nur" entscheiden, welches Buch ich als erstes in 2019 beginnen werde. :)

Update 12.45 Uhr
Seufz, ich scheine mich in die Reihe derjenigen einreihen zu müssen, deren Geschirrspüler kaputt gegangen ist. Ich hatte schon länger Probleme, manche Programme zu aktivieren, aber irgendwie sprang das Teil immer noch mal an. Heute allerdings bislang nicht. Nun, ich hatte schon darüber nachgedacht, das Gerät gegen ein neues sparsameres auszutauschen ... Ich werde dann am Samstag mal hier zum örtlichen Handel gehen, der hoffentlich auch austauscht und installiert. Vielleicht kann bei dieser Gelegenheit auch gleich die Spüle ausgetauscht werden, mit der ich schon länger hadere, weil - so hübsch das helle Material beim Küchenkauf auch war, es ist extrem empfindlich, ich bekomme es schon länger nicht mehr richtig sauber und es hat auch ein zwei defekte Stellen.

Lesetechnisch habe ich heute früh nicht zu einem der Weihnachtsbaumbücher gegriffen, sondern die ersten 100 Seiten in "Eiswelt" von Jasper Fforde gelesen. Der Roman spielt auf einer parallelen Erde, in welcher der Winter tiefer und länger andauert und Menschen begonnen haben, "Winterschlaf" in Dormitorien zu praktizieren, während einige Menschen wach bleiben und überwintern. Bei der Hibernation gibt es die pharmazeutisch induzierte Methode, in welcher die Droge Morphenox eine Rolle spielt - so man sie sich denn leisten kann, also nicht für alle Bevölkerungsschichten-, offenbar gibt es auch Gegenbewegung, die für eine andere Verteilung der Droge steht und scheinbar auch Anhänger einer natürlichen Methode (auf beide wird aktuell noch nicht wirklich eingegangen). Risikolos ist die Hibernation nicht, es gibt einen Schwund - sei es durch Schlaftod aufgrund technischer Probleme oder weil die Körperreserven aufgebraucht sind (daher werden auch Träume unterdrückt, da sie nur Energie verschwenden, die für die Hibernation anderweitig benötigt wird), weil man  in der Vorschlafzeit nicht genügend Kalorien angesammelt hat oder durch neuronalen Kollaps, der allerdings auch dazu führen kann, dass man aus der Hibernation wieder aufwacht.  Diese Nachtwandler genannten Menschen haben jedoch nur noch rudimentäre Erinnerungen zum Gehen und Essen, manchmal auch langgelernte Fähigkeiten wie das Rezitieren eines Gedichts. Und an dieser Stelle überlegte ich dann das erste Mal, ob ich den Roman wirklich weiterlesen möchte. Diese Nachtwandler sind, wenn man sie sich selbst überlässt, Zombies und ... *schüttel*. Beunruhigend ist zudem, was mit ihnen passiert, wenn sie von staatlichen Behörden aufgefunden werden - sie werden, wenn möglich, umgewandelt für gleichbleibende stoische Tätigkeiten oder, wenn das nicht mehr geht, für die übrige Bevölkerung als potentielle Ersatzteillager genutzt (und es gibt offenbar auch andere Möglichkeiten). Der Schwund (bei Hibernation bzw. normaler "Überwinterung") führe auch gesellschaftlichen Änderungen - das Geschlechterverhältnis wurde auf 70 : 30 verändert, es gibt Schwesternschaften der Unaufhörlichen Austragung, es gibt Austragungsbefreiungen ... Diese ersten 100 Seiten waren gleichermaßen fesselnd wie beunruhigend und schrecklich.

Update 16.15 Uhr
Hm, vielleicht hat mich der Geschirrspüler gehört, denn bei meinem entnervten nochmaligen Versuch rödelte er auf einmal bei einem der Programme los. Ich werde aber dennoch versuchen, mich direkt im Januar um dieses Küchen"problem" zu kümmern, wollte ich ja sowieso schon seit ein paar Monaten. ;)

In "Eiswelt" habe ich erst einmal nicht weiter gelesen; ich brauchte etwas anderes und griff zu "Miss Gladys und ihr Astronaut" von David M. Barnett. Nachdem ich die ersten ca. 135 Seiten gelesen habe, frage ich mich tatsächlich zunächst, ob man Witwen auch als "Miss" bezeichnet. Das aber nur am Rande. Der 47jährige (!) Thomas Major, seines Zeichens Chemotechniker, gelangt aufgrund bestimmter Umstände in das Raumschiff, das Großbritannien zum Mars schickt. Er soll als erster Mensch die Vorbereitungen für die weiteren Expeditionen treffen, was offenbar viel mit Kartoffelanbau zu tun hat, wie Thomas lernt (ließ mich spontan an Andrew Weirs "The Martian" denken). Thomas ist allzu glücklich, von der Erde wegzukommen; er ist ziemlich unhöflich, mürrisch und nicht sehr beliebt bei Ground Control. Als er bereits auf dem Weg zum Mars ist, versucht er, seine Exfrau anzurufen - und landet auf dem Handy von Gladys, einer 71jährigen, die mit ihren zwei minderjährigen Enkeln (James, offenbar noch ein Kind, und Elly, Teenager) zusammenlebt. Gladys ist an Demenz erkrankt, ihr Sohn Darren ist im Gefängnis, die Schwiegertochter verstorben und alle drei versuchen krampfhaft, am System vorbei zu kommen bis Darren entlassen wird, damit weder Gladys unter Betreuung noch die Kinder in die Pflege kommen ... Ihre Geschichte wird im Wechsel mit Toms Geschichte (mit Rückblenden in seine Kindheit und Jugend) erzählt und von diesen drei Strängen interessiert mich die von Gladys am ehesten, dann Toms Rückblenden, während mich der 47jährige Thomas aufgrund seines schon störrisch-kindischen Gebares in seinem aktuellen Job derzeit einfach nur nervt.

Also werde ich mich mal kurz von Gladys und Tom verabschieden und auf meinen Magen hören. Ich habe nämlich Hunger, weil ich das Mittagessen habe ausfallen lassen. :)

22.15 Uhr letztes Update Neujahr 2019
Doch, ich mag gebratene Pilze und Frühstücksspeck auf Toast, auch am späten Nachmittag. :)

Den Nachmittag habe ich abwechselnd in einer Höhle (Rusty-Lake-Spiel) und mit Gladys bzw. Major Tom verbracht. In dem Spiel bin ich recht gut vorangekommen, allerdings bin ich jetzt unter dem See und muss mechanische Rätsel lösen. Das verschiebe ich wohl auf einen anderen Tag.

"Miss Gladys und ihr Astronaut" habe ich beendet und es war ... nett. Ich kann nicht sagen, dass mich der Roman vom Hocker gerissen hat und auch wenn ich die persönlichen Beziehungen und Probleme und den Stress im Haushalt von Gladys sowie Toms Rückblenden grundsätzlich interessant geschildert fand, war der Rest der Geschichte für mich zu vorhersehbar. Nun, dieses von mir ausgesuchte Weihnachtsbaumbuch war halt nicht so recht was für mich. ;)

Merlin hat den Neujahrstag hauptsächlich schlafend verbracht; ich kann mir vorstellen, dass ihm auch noch die gestrige Anspannung in den Knochen steckte. Ich werde jetzt auch in die Koje wechseln, denn ab morgen früh geht es wieder ins Büro und die letzte Nacht war ja auch für mich etwas kürzer.

Ich vermute  stark, wir lesen uns am 3. Samstag im Januar wieder hier in diesem Theater.

Bis denne!

Montag, 31. Dezember 2018

Jahreswechsellesetage Silvester 2018

N'abend!

Den Beitrag wollte ich bereits heute früh begonnen habe. Das hat, wie man sehen kann, sehr gut geklappt.  

Wie am vorausgegangenen Wochenende habe ich auch heute den Tag lesend und im Bett begonnen. Ich finde das so wunderbar luxuriös und entspannend, lach. Heute früh habe ich "Ein Monat auf dem Land" von J. L. Carr begonnen und das Buch auch im Verlauf des heutigen Tages beendet. Es handelt sich eher um eine lange Novelle oder einen kurzen Roman von knapp 157 Seiten.  Der ca. 25jährige Ich-Erzähler Thomas Birkin begibt sich in den Norden Englands, um dort in einer kleinen Kirche ein Gemäde zu restaurieren, während zeitgleich auf einem neben dem Friedhof liegenden Acker der ca. 30jährige Archäologe Charles Moon mit einer Suche nach einem Grab beschäftigt ist. Beide Männer wurden aufgrund des Testaments einer Ms Hebron beauftragt, die der Ansicht wahr, das Grab eines Verwandten sei auf dem Feld zu finden und im Gewölbe der Kirche das Gemälde. Dieser kleine Roman handelt nicht nur von Toms Arbeit - er deckt in der Tat ein Gemälde auf und restauriert es und ich mochte sehr, wie er die Arbeit des Malers betrachtet, sie für sich wertet, sich Fragen dazu stellt -, sondern auch, wie er in diesem kleinen Dorf mit einer überschaubaren Gemeinschaft und einer fordernden befriedigenden Arbeit wieder beginnt, Kontakte zu knüpfen, sich zu öffnen. Wie Moon ist Birkin ein Veteran des 1. Weltkrieges, beide haben diese Hölle er- und durchlebt und leiden weiter darunter. Dabei hat die Geschichte humorvolle Elemente und der Ton ist sogar leicht, wenngleich durchsetzt von Melancholie; die Geschichte erzählt ein wesentlich älterer Tom. Ich habe das Buch beim Weihnachtsshopping kurz vor Nikolaus in einem Buchladen entdeckt und spontan mitgenommen - das war eine sehr gute Entscheidung.

Unterbrochten wurde mein Lesetag von einer SMS, dass eine Lieferung in der Paketstation liege. Ich hatte ja gedacht, dass es der Comic über die zwangsweise einen Jobwechsel vollziehende Hexe wäre, stattdessen zog ich aber  NoFear Shakespeare Graphic Novel "Romeo & Juliet" aus dem Fach, was mich etwas überraschte.  Das Buch hatte ich erst Freitag bestellt. Aktuell (also 2018) gibt es meines Wissens nur drei Graphic Novels von NoFear Shakespeare mit dem modernen Englisch, "Hamlet" (mochte ich sehr), "Macbeth" (hier war ich nicht ganz so glücklich mit den Illustrationen) und nun ist auch die letzte "Romeo & Juliet" bei mir eingezogen. Gerade weil ich in der Schule nur "Hamlet" kennengelernt habe und Shakespeare im Übrigen weder in Deutsch noch in Englisch behandelt wurde, bin ich für diese NoFear-Ausgaben dankbar und hoffe, dass noch weitere Stücke folgen. :)

Tja, zwischendurch habe ich außerdem einen Berliner mit Eierlikörfüllung statt eines Mittagessens zu mir genommen, den Kater mit der ersten Feiertags-Rindfleischportion versorgt, drei Mensch-Katzen-Heimdecken durch die Waschmaschine gejagt (ich warte darauf, dass der Trockner fertig wird) und nebenher "RustyLake Escape the Theatre" gespielt (klick-point-Escape-Room-Rätselspiel, sehr skurril bzw. surreal, es geht auch um Morde und daher gibt es auch paar gewalttätige blutige Szenen - z.B. einen Hasen mit Maschinengewehr, der davon auch Gebrauch macht -, aber irgendwie fesselnd).

Aktuell liegt neben mir der Comic/Graphic Novel/das Album "Heimat" von Nora Krug, "Romeo & Juliet" ist auch nicht weit weg und dann sind da ja noch die restlichen Weihnachtsbaumbücher oder "Into the Drowning Deep" von Mira Grant - Dank noch einmal auf diesem Wege, Konstanze! :) -. Ich denke nicht, dass ich "The Outsider" von Stephen King in diesem Jahr noch beginnen werde (Hashtag runninggag).

Update 23.15 Uhr
Ich habe mich nach einigem Hin und Her und unterbrochen von der Zubereitung meines Abendessens (ein Linsen-Bratling-Käse-Burger mit Tomaten, frischen und Gewürz-Gurken) entschieden, das früher am heutigen Tage bereits begonnene  "Heimat" von Nora Krug weiter zu lesen.

In der Kombination von Zeichnungen, Fotos, Karten, einerseits mit Erinnerungen, Definitionen und Protokollauszügen, Zeitungsberichten und Fakten bis heute andererseits und auch unterschiedlichem Text- und Papierlayout ist das Buch ein von der 1977 in Deutschland geborenen und aufgewachsenen und später in die USA gegangene Autorin erstelltes Erinnerungsalbum. Sie setzt sich mit ihren familiären Wurzeln in Deutschland auseinander, recherchiert und stellt sich dabei auch der Nazizeit und der eigenen Familiengeschichte. Das Buch ist inhaltsschwer und komplex; es hat keine vollständigen Antworten für die Autorin oder die Leserschaft ...

Leider hat sich die Geräuschkulisse mit fortschreitendem Abend erhöht, zwar in Maßen, aber halt doch spürbar, sodass Merlin aufmerksam die Fensterfront im Blick behält, während er neben mir sitzt. Ich hoffe, dass wir spätetestens gegen 01.00 Uhr "durch" sein werden. Ich denke, ich werde mir jetzt noch einmal mein Rusty-Lake-Theatre-Spiel vornehmen und kein weiteres Buch mehr in diesem Jahr beginnen. ;) Ich schätze, ich melde mich später noch kurz einmal.

Update zur Nacht um 01.00 Uhr

Dankenswerterweise sind nur noch ein paar vereinzelte Böller zu hören, was natürlich, wenn man schlafen möchte, immer noch stört - aber zumindest ist die Dauerbeschallung vorbei. Als sie los ging, verzog sich Merlin unter den Tisch und blieb dort gut eine halbe Stunde lang sitzen, danach wurde es draußen ruhiger und er kam wieder zu mir auf die Couch. Ich habe dieses neue Jahr mal nicht mit Sekt sondern mit schottischem Whisky begrüßt und als Nervennahrung gab es etwas Laugen"konfekt". :) Mein "Ecape the Theatre" von Rusty Lake habe ich beenden können, allerdings brauchte ich doch einen Hinweis an der "Seasons"-Stelle. Offenbar denke ich immer noch nicht "genug" wie es für Rusty-Lake-Spiele erforderlich ist. :)

ich werde mich jetzt mal in die Koje begeben. Wir lesen uns!