Ich bin weiterhin besorgt wegen der Lockerungen. Es gab in den letzten Wochen immer wieder Hotspots - Schlachtbetriebe, Restaurantbesuch in Momerland, ein Pfarrer, der infiziert in mehren Gemeinden in MeckPomm Gottesdienste hielt, Ausbrüche in Mietwohngebäuden in Göttingen und Berlin, an Schulen - und nun Tönnies in NRW. Über 1000 Personen der Belegschaft sind infiziert und zumindest kommt in Betracht, dass die ersten Infektionen mit dem Besuch eines Gottesdienstes im Mai zusammenhängen könnten, wobei dann die Verbreitung explodierte aufgrund der herrschenden Verhältnisse bei Tönnies (dieser Schlacht-Betrieb wurde als zur Aufrechterhaltung der Grundversorgung wichtig eingestuft, weshalb die Mindestabstände dort deshalb nicht eingehalten werden mussten - klick: Artikel T-Online - aber natürlich und dann erst recht hätte die weiteren Hygienevorschriften/Masken beachtet werden müssen) der Werkvertrags- und Unterbringungssituation (die Belegschaftswohnungen sind in verschiedenen Orten wie Verl, Bielefeld und Hamm, und nicht etwa auf Rheda-Wiedenbrück beschränkt). Herr Laschet ist offenbar der Ansicht, dass die Covid-19-Pandemie in NRW u. Deutschland bereits beendet war, wie sonst ist zu erklären, dass er in dem Ausbrauch bei Tönnies ein "enormes Pandemierisiko" (klick) sieht (oder gibt es eine Pandemie der Pandemie?). Und wenn ich dann noch sehe, dass vor der Eisdiele die Tische normal stehen und die Menschen ohne Maske sitzen, die Bedienung die Maske so trägt, dass die Nase nicht bedeckt ist, dann könnte ich einfach nur schreien. Und warum für effektiv 10 Tage bis zum Ferienbeginn die Grundschüler in NRW ohne gesetzlich verankerte Maskenpflicht zum Regelunterricht zurückkehren müssen, ist mir ehrlich gesagt auch ein Rätsel, zumal in der entsprechenden Mail an die Lehrerverband steht: "Durch die Nutzung fest zugewiesener Räume sind tägliche Zwischenreinigungen nicht erforderlich. Allerdings ist auf eine regelmäßige Durchlüftung zu achten." (Quelle: klick) Wtf?! Ich kann nur hoffen, dass die einzelnen Schulen in NRW hier gesundheitsvorsorgendere Anordnungen treffen als unser Landesministerium.
Das Video über den Tod von Georg Floyds hat endlich mehr als die PoC in den USA aufgerüttelt; schlimm, dass die dokumentierten gewaltsamen Verhaltensweisen der amerikanischen Polizei gegenüber friedlichen Demonstranten weiterhin anhalten. Und dann ein Präsident, der sich nicht klar positioniert, vielmehr die Straßen mit noch mehr Polizei und Militär dominieren will, der die Pandemie herunterspielt, unliebsame Meinungsäußerungen unterbinden will, unliebsame Ermittlungen zu unterbinden schafft und der alles und jeden nutzt, um sich in den Mittelpunkt zu stellen und einen egomanischen Trip nach dem anderen unternimmt, wortwörtlich und auch sonst - und eine Partei, deren Mehrheit ihn immer noch unterstützt, schützt und trägt. Aus dem Happyland ziehe ich aus, seitdem ich mit der Lektüre von "exit Racism" - danke an Konstanze für die Vorstellung (klick) - begonnen habe, aber dazu muss man natürlich anerkennen, dass man sich im Happyland befindet - und das gelingt auch so manchem Politiker in Deutschland nicht, wenn man sich anhören muss, dass wir z.B. kein Rassismus-Problem in der Polizei haben trotz offenkundiger und dokumentierter gegensätzlicher Erfahrungen und Ereignisse.
Es ist ganz gut, dass letzte Woche die NipponConnection stattfand und heute Lesesonntag ist. Ich konnte mich am letzten langen Wochenende ablenken und will versuchen, das auch heute zu tun. Ob ich dann allerdings wirklich "Wasser und Zeit - Eine Gschichte unserer Zukunft" von Andri Snaer Magnason heute weiterlesen sollte? Es ist ein Mix aus persönlichen Details, Betrachtungen über Natur und Klima, Gesprächen mit verschiedenen Personen, wobei es letztlich immer um das Thema Klimawandel geht und konkreter um Gletscher und Wasser. ... Mal sehen, vielleicht greife ich doch eher zu einem Comic und tauche in eine Fiktion ab.Update 12.30 Uhr
Ich habe nach meinem Frühstück tatsächlich zu einem bereits begonnenen Comic gegriffen, nämlich "Enough Space for Everyone Else"- eine SciFi-Anthologie, die neben unteschiedlich langen comic-storys auch drei Kurzgeschichten enthält. Der Mix beinhaltet alles Mögliche wie Liebesgeschichte, Träumereien, Isolation, Erforschung, Tourismus, nicht alle überzeugen mich oder nehmen mich mit, aber ich mag die hier präsentierte Vielfalt gleichwohl. Und die Stories sind kurz genug zum Ab- und wieder Auftauchen und zwischendurch den Tisch abzuräumen, die Waschmaschine zu leeren und die Wäsche auf den Balkon zu bringen (dort ist es mir am Nachmittag sowieso immer zu heiß zum Sitzen)... Hm, allerdings zieht es sich momentan etwas zu. Ach, das wird schon. Da nur noch zwei Geschichte übrig sind, werde ich diesen Comic zu ende lesen und mal schauen, wohin es mich dann treibt.
Update 17.00 Uhr
Kurz vor Beenden von "Enough Space for Everyone Else" kam es zu einem Sonntags-Klassiker - ich bin eingenickt. :) Geweckt wurde ich von meinem Telefon, als eine derzeit krank geschriebene Freundin anrief und wir erst einmal ein Stündchen gequatscht haben. Sie ist nach der Untersuchung am Donnerst in der Fachklinik wieder dahei und nächste Woche steht erst einmal das Gespräch mit der Hausärztin an. Sie hat bereits von der Fachklinik Empfehlungen erhalten, mit welchen weiteren Fach-Ärzten sie Termine machen sollte und die Medikation wurde nun auch endlich begonnen und zeigt schon erste Wirkung. Ich bin froh, dass es ihr inzwischen besser geht, alles andere ist Schritt für Schritt abzuwarten. Dann wollte ich eigentlich Buffy - The Vampire Slayer Vol. 2 von Jordie Bellarie lesen, habe dann doch aber erst noch einmal zu Volume 1 gegriffen, damit ich wieder "auf Stand" war. Diese Buffy-Comic-Version ist ein in unserer Zeit spielendes Remake, wobei die Zeichnungen dem Buffy-TV-Serien-Cast entsprechen (nun Vol. 1 eher als Vol. 2, das ich inzwischen begonnen habe). Die Charaktere sind anders und haben dennoch vertraute Charakterzüge; Vol. 1 mochte ich, Vol. 2 lenkt mich leider die Art ab, aber ich hoffe, die Story entwickelt sich gut weiter.
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| Lesen auf dem Balkon |
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| Abendessen |
1331 Infizierte bei Tönnies u. die Belegschaft wohnt in 1300 Liegenschaften, die sich in verschiedenen Landkreisen befinden u. bislang ( kein flächendeckender Lockdown bislang (Stand 21.00 Uhr) Ich kann nur hoffen, dass sich die Menschen an die verordnete Quarantäne halten und generell vor Ort ganz genau auf Abstandsregeln und Masken geachtet wird. Ehrlich, so sehr ich nachvollziehen kann, dass ein Lockdown vermieden werden soll, aber sollten nicht vielleicht die Regeln angepasst werden für Restaurants, Sport, wieviele Personen sich treffen dürfen/Versammlungen u.ä.? Das Geschehen sei "lokalisiert" - ich habe ein anderes Verständnis davon, denn auch wenn Tönnies der Hotspot ist, die Menschen wohnen verteilt. Und wenn dann die Quarantäne nicht beachtet wird mit den aktuellen Lockerungen und länderübergreifenden Berufs- und Urlaubsverkehr in der beginnenden Ferienzeit, weil die Zuständigen nicht einmal die Regeln an diesen Orten verschärft haben. Ich mag gar nicht drüber nachdenken.
Damit verabschiede ich ich heute hier auch. Ich werde noch mein Bier zu Ende trinken - ich merke jetzt schon die Bettschwerde - und bei Kontanze und Sayuri vorbeischauen und dann ins Bett fallen. Mal sehen, ob mich die Singvögel wieder so früh wecken ...
NACHTRAG
Kein Wunder, dass ich das Gefühl hatte, mir fehlt etwas zwischen Buffy Volume 2 und 3. Es gibt insoweit ein Buffy-Angel-Event. Argh. Muss ich jetzt auch Angel besorgen oder reichen die Event-Hefte *grübel*

