Ich brauche Ablenkung von den Klimameldungen, den Coronameldungen und den damit zusammenhängenden Politikmeldungen - insbesondere Herrn Laschet betreffend und konkret auch die NRW-Schulpolitik, die offensichtlich der Ansicht ist, dass dass in den NRW-Schulräumen keine physikalischen Gesetze gelten sondern ein coronainfizierter Mensch in einem Klassenraum Viren abgibt, die automatisch spätestens beim nächsten Sitznachbarn Halt machen und zudem in diesem räumlich Bereich Anker werfen (Lüftungsempfehlung). Ich gehe hoffnungsvoll davon aus, dass das Gesundheitsamt hier regulierend eingreift und die Gefahrenlage realistischer als das NRW-Bildungsministerium einschätzt; meine Hoffnung schleppt sich inzwischen zwar nur noch knapp über dem Boden umher, aber sie ist noch nicht tot.
Gestern habe ich daher mal einen Film-Tag eingelegt, okay, es war nur zwei, aber nun. Da ich weiter eher in SciFi unterwegs bin, habe ich mir mal "2001 - Odysee im Weltraum" ausgeliehen. Ich habe kein Bedürfnis, dieses Film jemals wieder zu sehen oder zu hören und ich habe auch keine Lust auf "2010..", egal, wer der Regisseur oder Drehbuchautor war. Ich empfand "2001" künstlich aufgeblasen mit seinen ausgewalzten Szenen, in denen nichts passiert außer minutenlange Außenaufnahmen von Schiffen (irgendwoher muss ja auch Star Trek The (slow motion) Movie das her haben) und Reisen im All mit psychodelischen Effekten und Astronauten, die - SPOILERWARNUNG - so dumm sind, dass sie ein Fenster, durch welches sie beobachtet werden können - nach Einstieg direkt in die Kamera von Hal9000 drehen lassen. Dann auch noch die Musik - An der schönen blauen Donau in langer gefühlter Wiederholungschleife zu Beginn (ich habe irgendwann die Lautstärke so weit heruntergedreht, dass ich gerade noch mitbekam, ob jemand zu reden anfängt) und dann auch beim Abspann (direkt ausgemacht), ich fand diese Wahl seltsam und mich hat das Walzermotiv immer gereizter gemacht. Kubrick und ich werden keine Freunde: ch fand auch "Shining" von ihm langatmig und bin jedes Mal bei meinen Versuchen, ihn zu sehen, eingeschlafen.
Später habe ich die Verfilmung von Michael Chrichtons "Sphere" ausgeliehen und habe mich hiervon gut unterhalten gefühlt, auch wenn manche Themen des Romans nicht so ausführlich in die Verfilmung Einlass gefunden haben. HBO will offenbar eine Serie aus dem Roman machen - mal sehen, wie das ausgeht (die CBS- Serienadaption von "The Stand" hat mich leider nicht überzeugt).
Heute habe ich mein Hörbuch "Project Hail Mary" weiter gehört - es ist spannend geschrieben, ich komme nur deshalb schleppend voran, weil ich in letzter Zeit so selten walken gehe. ;) Frühstück ist inzwischen auch gegessen. Ich werde mir gleich noch einen Kaffee machen - Sekt ist noch da :) - und dann darüber nachdenken, zu was ich gleich greifen werde.
Update 12.50 Uhr
Ein wenig Feedreader-Lesen, Kater versorgen, Internetcheck und dann habe ich mir "Kakan ni Shinkou" den zweiten Teil der TOS-Manga-Serie gegriffen und drei der sechst Stories gelesen. Story 1 (quasitypische Landen-EinheimischeUndCrew(Spock, Dilithium)-Helfen) und 3 (Uhura-Story post Nomand-Wipe) von diesen dreien sagten mir zu, Story2 (Gerichtsverhandlung) war eher .. nicht langweilig, aber nicht überzeugend; es fehlt ein wenig Hintergrund für mich. :) Ich werde jetzt aber erst einmal in die Küche wandern, und mir Mittagessen zuzubereiten (den Rest wird es morgen wohl als Salat als Pausensnack auf Arbeit geben) und dann schau mich mal weiter.
Update15.50 Uhr
Ein wenig habe ich während des Schnippselns "Project Hail Mary" weitergehört und dann meine Portion gebratenen Reis mit Gemüse verputzt sowie einen Obst-Joghurt-Eis-Nachtisch. Und danach folgte das übliche am Wochenende - Augenpflege. :) Ich habe mich dann an einer Kurzgeschickte von Jorge Luis Borges versucht, aber meine Augen wollten die Augenpflege spontan wieder aufnehmen, also habe ich die Story weggelegt. Dann nahm ich "The Demolished Man" von Alfred Bester in die Hand und habe ein paar Seiten darin gelesen. Wie in "The Stars my destination" gibt es auch in diesem Roman "Esper", Telepathen und einer dieser Esper führt aus: "We're born in the Guild. We live withe the Guilde. We die in the Guild,... the Guild .. trains us, grades us, sets ethical standards ... " Hm, das lässt mich an einen einen anderen Bester in einem anderen Universum denken, der ausführt: "The Chor is father, the Chor is mother." So recht in der Stimmung bin ich aber auch für "The Demolished Man" nicht, also werde ich gleich mal einen Blick in einen Roman bei Skoobe werfen...
Update 18.50
Ich habe mich ein wenig in Vernor Vinges "Marooned in Realtime" festgelesen (skoobe). In diesem Roman ist es Menschen möglich, Zeitsprünge zu machen - Menschen oder Häuser/Geräte werden in Blasen "gepackt" und befinden sich dann in Stasis, während die Zeit außerhalb vergeht. Das wird u.a. auch dazu genutzt, Menschen "verschwinden" zu lassen - so auch Briersson, der als Ermittler arbeitete und offenbar jemanden zu nahe kam, der ihn dann in diese Stasis versetzte und mehrere Hundert Jahre in die Zukunft reisen ließ. Später Geborene haben ein anderes Techniklevel als er, aber offenbar gab es in der ( übersprungenen) Zeit ein Ereignis, dass zum Auslöschen fast aller Menschen geführt hat. Der Roman beginnt in einer Realzeit, nachdem eine Blase mit gut 100 Menschen gefunden wurde, von der man aber nicht weiß, wie lange sie noch hält. Damit diese Blase (und die Menschen) nicht geologischen Abläufen zum Opfer fallen, werden Felsen gesprengt, um Abläufe zu erschaffen und man kommt zu einer Party zusammen, bevor man zeitlich kontrollierte Sprünge macht, um zu prüfen, ob die 100-Menschen-Blase geplatzt ist und diese in die Gemeinschaft aufgenommen werden können. Als Brierschon das nächste Mal aus der Stasis kommt, ist er aber nur mit ein paar anderen Menschen in Realzeit, damit er einen Mord untersuchen kann. Ein hochrangies Mitglied ist offenbar durch Manipulation des Zeitsprungprogramms aus der gemeinschaftlichen Stasis gerissen worden und in der "Realzeit" gestrandet; es hat längere Zeit allein in der Wildnis überlebt, aber nicht lange genug bis zum nächsten planmäßigen Auftauchen der Gemeinschaft. Klingt ein wenig kompliziert, aber vom Konzept her spannend. :) ...
letztes Update 21.30 Uhr
Ich bin bei Marooned in Realtime hängen geblieben und habe dann jetzt auch mal bemerkt, dass diesem Buch ein anderer Roman vorangeht (Peace War), aber so wie meine aktuelle Lektüre sich darstellt, scheinen es standalones zu sein, die sich ein Universum teilen. *Gähn* Ich werde jetzt nur noch fix eine Abschlussrunde drehen und dann in die Koje umziehen. Morgen bin ich nicht am üblichen Arbeitsort, sondern am anderen Standort, also werde ich dann doch auch vor der Koje meine Sachen für morgen vorbereiten.
Ich wünsche Euch eine gute Woche und wir lesen uns demnächst wieder in diesem Theater!

