Freitag, 27. Dezember 2019
Jahresend(lese)tage 2019 #1
Aufgewacht bin ich relativ früh mit 8 Uhr und habe erst einmal die Merlin-Socke versorgt, die jetzt wenigstens die eine Sorte Futter wieder akzeptiert. Ich musste feststellen, dass ich vergessen hatte, ein Brötchen aus dem Tiefkühler zu nehmen, mein Brot leider schimmlig geworden war und ich keinerlei Lust hatte, raus zu gehen und frische Brötchen zu holen. Also gabe es eine Scheibe Knäcke und Joghurt mit Obst. Das hat meinen Magen erst einmal zufriedengestellt. Und während Merlin sich einrollte und ich meinen restlichen Kaffee trank, griff ich mir den Comic "Bingo Love" (Vol.1) von Tee Franklin. Ich mag die Grundgeschichte wirklich und die Zeichnungen gefielen mir ebenfalls sehr, nur läuft die Story zu schnell ab und hätte es verdient, über einen längeren Zeitraum mit mehr Heften erzählt zu werden. Gern hätte ich mehr über die Zeit gelesen, die die beiden gemeinsam verbracht haben und über Mari und ihre familiären Beziehungen gelesen (Hazels Story wird ausgebreitet). Aus meiner Sicht wurde hier Potential verschenkt, was ich wirklich schade finde.
Ich habe dann etwas Zeit mit der Switch verbracht und Yoku auf der Insel herumbewegt - sei es laufend, sei es fallend, sei es flippernd. :) Zuletzt hat der kleine rege Mistkäfer mit seiner Kugel ein Ei gefunden und es dem zugehörigen Wächter übergeben, was diesen sehr glücklich gemacht hat. Außerdem habe ich meine erste Quest beendet: Eine Werkzeugkiste gefunden und dem Brückbauer ausgehändigt. Wenn ich nun noch herausbekommen würde, wie ich die explodierenden Schnecken richtig nutzen kann, um Yoku zu bestimmten Ebenen zu bekommen. Das habe ich "technisch" noch nicht herausbekommen.
Die Zeit mit der Konsole geht ja flott vorbei und so hatte ich mir einen Timer gestellt, um nicht völlig zu versacken. :) Im Anschluss habe ich dann "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" von Susann Pastor begonnen. Der Roman beginnt in der Adventszeit und handelt von der krebskranken Karla, die zu Hause bleiben will und daher einen ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter, der nach Hause kommt, beauftragt hat. Letzterer ist alleinerziehend (entweder geschieden oder in Trennung, weiß ich noch nicht) der Sohn ist 13 und Karla ist sein erster Auftrag. Ich bin erst auf Seite 80, jedoch aktuell recht angetan. Mal sehen, wie sich der Roman weiter entwickelt.
Jetzt werde ich aber erst einmal den strahlend blauen Himmel und das trockene Wetter nutzen, und mit dem eBike in die Stadt fahren, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen und dabei etwas frische Luft zu schnappen.
erstes - und letztes - Update heute :)
Mit dem eBike in die Stadt zu fahren, war eine gute Idee. Es war schön, trocken und sonnig und ich habe davon etwas mitbekommen, ohne mich allzu sehr anstrengen zu müssen, was beim Gehen der Fall gewesen wäre. ich habe noch mein letztes Weihnachtsgeschenk - einen Comic - von der Filiale abgeholt und mir bei dieser Gelegenheit einen Eierlikör-Berliner mitgenommen und zu Hause direkt verputzt. :) Danach habe ich der Konsole eine Display-Folie verpasst und es geschafft, nur an zwei Ministellen eine kleine Blase zu belassen sowie an einer Kante außerhalb des Bildbereiches eine größere. Gut für mich - normalerweise gelingt mir das nicht bzw. schrotte ich die erste der Folien dabei (d.h. ich ziehe sie so häufig ab und versuche sie wieder anzubringen, bis sie nicht mehr haftet). Belohnt habe ich mich danach mit einer Runde Yoku's Island Express - Ich habe einen Schnecken-Sauger bekommen! Damit kann ich die explodierenden Schnecken vor der Explosion aufsaugen und meiner Mistkäferkugel explosiven Bums verleihen, was bei manchen Hindernissen doch hilfreich ist. Außerdem muss ich nun neben Briefen auch drei fällige Pakete abliefern und habe Botschaften für drei Häuptlinge (zu denen muss ich erst einmal einen Weg finden).
Die letzten Stunden habe ich allerdings damit zugebracht, den Roman von Susann Paztor auszulesen., der vom Tod, vom Gehen und Gehen lassen handelt, von beendete und unbeendeten Dingen, aber auch davon, dass das Leben der anderen weiter geht. Das ließ mich mal wieder an Masha Kalekos Memento denken "... den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben". Susann Pasztor schreibt gradlinig und ohne viel Tamtam oder Pathos. Ich mag, dass sie "Menschen" zeigt - Fred macht einen Fehler, der auch im Rahmen seiner Supervision in der Gruppe mit weiteren Ehrenamtlichen zur Sprache kommt. Karla ist einerseits direkt, nötigt anderen um sie herum auch Respekt ab, andererseits strahlt sie auch eine Sturheit und Unnachgiebigkeit aus; ein Umgang mit ihr erscheint nicht einfach. Keine Ahnung, warum immer wieder in meiner Buchauswahl Titel auftauchen, in denen es um Sterben, Sterbebegleitung, Hospiz geht; vielleicht liegt es an meinem Agnostizismus. Jedenfalls fühle ich mich nach dem Beenden des Buches weder manipuliert noch deprimiert oder traurig, allenfalls nachdenklich.
Den Abend werde ich vermutlich mit ein wenig Spielerei an der Konsole ausklingen lassen und möglicherweise schaue ich heute auch noch in den eingetrudelten Comic. Mal sehen. Ich melde mich voraussichtlich morgen wieder in diesem Theater. Bis denne.
4 Kommentare:
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Ein Wecker bietet sich wirklich an, wenn man die Switch in die Hand nimmt. (Immerhin eine Person, die versteht, wieso ich meinen Tag mit Weckzeiten strukturiere! *g*)
AntwortenLöschenDas mit dem Brot ist ärgerlich, aber immerhin hattest du Knäcke im Haus. Ich hoffe, das Wetter ist trocken geblieben, während du unterwegs warst und du kannst dir bald einen gemütlichen Nachmittag gönnen.
Das Wetter hat sich heute super gehalten, Konstanze, und am Nachmittag bin ich etwas beim Spielen versackt. *g*
LöschenUnd ja - an dne letzten Tagen hatte ich (auch schon vor dem Konsolenauspacken) immer auch einen Wecker gestellt, u.a., damit ich als ich krank war nicht zu lange am Stück über Tag schlafe und mein Schlaf- und Ruherhythmus nicht komplett durcheinander gerät, aber auch, um ein halbwegs regelmäßiges Bloggen nicht zu vergessen. :)
Das ist schön! Also, sowohl das Wetter, als auch das Spielen! *g*
LöschenIch finde es einfach auch angenehm, dass ich nicht auf die Uhr gucken muss, sondern eben ein unüberhörbares Signal bekomme, das mir sagt, dass es jetzt Zeit für eine andere Tätigkeit ist. Vor sehr, sehr langer Zeit habe ich dafür den Fernseher laufen gehabt, aber inzwischen ertrage ich es nicht diese anhaltende Geräuschkulisse zu haben, wenn ich doch nur etwas brauche, das mir eine Zeiteinteilung gibt. ;)
Früher hatte ich auch immer ein Hintergrundgeräusch an, den Fernseher, aber inzwischen bin ich froh über die Ruhephasen daheim. Wenn ich nicht gerade etwas sehen (bzw. nun spielen) will, ist das Teil aus und auch Radio ist nicht an. aktuell ist das Hintergrundgeräusch in meiner Wohnung die Zeitschaltuhr, die ich höre, lach. Ich bin für den Wecker im Handy ganz dankbar - praktisch und direkt neben mir. :)
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