Sonntag, 17. März 2019

Lesesonntag im März 2019

Eigentlich wollte ich mich in den letzten zehn Tagen hier schon einmal gemeldet haben - ich hatte Urlaub, habe viel Bones geschaut, aber auch gelesen (u.a. "Qualityland" von Kling und "Das Versprechen" von Dürrenmatt), aber irgendwie habe ich es immer aufgeschoben zu bloggen. Und nun ist Lesesonntag und morgen muss ich wieder zur Arbeit. ;)

Gestartet bin ich heute morgen in den Lesesonntag mit "The Kraken Wakes" von John Wyndham. Mit diesem recht schmalen Wyndham-Roman bin ich schon seit 10 Tagen beschäftigt. Im Gegensatz zu den übrigen von mir bislang gelesenen Wyndham-Romanen - die sich alle ihre "Zeit" nehmen - hat mich die erste Hälfte des Romans eher gelangweilt. Erzählt wird die Story von dem Ehemann eines Journalisten-Ehepaars und die Geschichte nimmt über die erste Hälfte hinweg nur langsam Fahrt auf - seltsame Objekte über dem Meer, sinkende Schiffe, durchsetzt mit - für meinen Bedarf - zu sehr ausufernden Geplänkel der Eheleute, Zeitungsgeschichten (Einblicke sind ja durchaus interessant, insbesondere betreffend Ziel der Berichterstattung), aber dies überlagerte für mich die Ereignisse das Meer betreffend zu stark. Inzwischen allerdings, nimmt auch dieser Teil der Geschichte stärker Fahrt auf und ich hoffe, dass ich diesen Roman heute beenden werde. ;)

Update 13.00 Uhr
Ich habe "The Kraken wakes" gerade beendet. Es ist faszinierend: Keines der bislang von mir gelesenen 6 Wyndham-Bücher hat mich vollständig überzeugt in dem Sinne, dass ich eines von ihnen "volle PUnktzahl" geben würde. Aber dennoch habe ich bereits weitere seiner Roman gekauft und bin auch neugierig darauf, seine weiteren Ideen kennen zu lernen. Ich mag, wie er Fiktion mit Wissenschaft kombiniert und regelmäßig wenigestens eine Person hat, die irgendwie "außerhalb" der Ereignisse steht und eine häufig nicht so populäre Perspektive mitbringt. Im gerade gelesenen Buch war das für mich "Brocker", der relativ frühzeitig Theorien zu den Feuerbällen und sinkenden Untersuchungs-Schiffen entwickelt und Empfehlungen ausspricht. In "Das Dorf der Verdammten" war es ein älterer Herr, der versucht, sich in die Kinder und deren Ansichten hineinzuversetzen und zudem versucht, diese den übrigen Bewohnern nahezubringen. Wie gesagt, ich habe schon ein paar weitere seiner Romane im Haus, weiß aber noch nicht, ob ich heute zu einem weiteren Wyndham greifen werde. :)

Update 16.30 Uhr

Ein Mittagessen (das ich nicht fotografiert habe, weil es wirklich nicht schön aussah - Zutatenverbrauchung: Polenta--Cheddar-Sardinen-Bratlinge, die auseinander fielen, sättigend und essbar, aber nichts, was ich noch einmal zusammenrühren müsste) und eine Folge Bones später habe ich mir "Der Sog derTiefe" von Mark Douglas-Home gegriffen, das zweite Buch um den "Sea Detective" Cal McGall. Das erste Buch "Ein Grab in den Wellen" habe ich im Urlaub gelesen und mich dazu beglückwünscht, gleich beide Teile gemedimopst zu haben. ;) Beide Bücher spielen in Schottland und ich mag die ruhige Erzählweise des Autors, die der spannenden ersten Geschichte nicht entgegenstand. Der "Sea Detective" ist ein Spitzname des Meeres- und Gezeitenforschers Cal, der z.B. Ermittlungen für Unternehmen durchführt, indem er auf See verlorene Ladung anhand von Gezeiten, Strömung, Wetter "sucht".  Im ersten Buch ist Nebeneffekt, dass er von der Polizei im Zusammenhang mit der angeschwemmten Leiche eines indischen Mädchens kontaktiert wird. Im aktuellen Buch ist er wegen einer Beerdigung einer Bekannten seiner verstorbenen Mutter in einem kleinen Küstenort und wie es scheint, wird ein Jahrzehnte zurückliegender Selbstmord sein Interesse wecken...

letztes Update 20.15 Uhr
Bis auf S. 223 von 409 bin ich heute in "Der Sog der Tiefe" gekommen. Wenngleich Cal so ziemlich von Anfang an auch Romanbeteiligter war, verdichtete sich die Story in Bezug auf den jahrzehnte zurückliegenden Todesfall erst in den letzten Kapiteln. Dennoch ist kein Gefühl der Langeweile bei mir aufgekommen, während das Setting im Übrigen vorbereitet wurde.

Inzwischen habe ich mir das Abendessen in Form meines Mittagsnachtisches (eine Portion Schokoladeneis) gegönnt, da mein Mittagessen noch immer  nachwirkt und ich keinen Hunger habe. *g* Die Silbersocke Merlin bekommt heute Rindfleisch und "natürlich" habe ich während des Eisessens - so wie früher am Tag während des Mittagessens - Bones angemacht. :) Vermutlich werde ich noch ein oder zwei Folgen schauen, noch sehen, was Ihr anderen Sonntagsleserinnen bislang noch so getrieben habt und dann vielleicht im Bett noch etwas lesen. Ich muss ja wieder früher in die Koje, schließlich muss ich ab morgen wieder früher raus. ;)

Der Lesesonntag hat meinen Urlaub sehr schön ausklingen lassen.

Wir lesen uns!