Zu meiner kleinen Schande muss ich gestehen, dass ich keines der drei beim letzten Lesesonntag begonnenen Bücher beendet habe - was nicht an den Bücher lag; wie vor gut vier Wochen geschrieben, sagten mir alle zu. Ich habe sie nur danach nicht in die Hand genommen, weil ich immer etwas anderes getan habe. ;) Mal sehen, ob ich dieses Zustand heute ändern werde oder ob ich versucht bin, zu einer der drei Neuanschaffungen seit dem letzten Lesesonntag zu greifen.
Update 11.00 Uhr
Die Spülmaschine läuft, die Waschmaschine läuft, in der Küche kann man wieder die Arbeitsplatte sehen und mein Frühstück steht neben mir. :) Und ich habe nebenher eine Podcast-Folge "Sag mal, Du als Physiker" gehört, in der es heute um LCD und OLED geht (in einer früheren Folge wurden Röhrenfernseher besprochen, auch spannend). Davor war ich auf Twitter unterwegs und bin erschrocken über die Tweets von Sylt - Man sollte doch annehmen, dass erwachsenen Menschen klar ist, dass social distancing nicht heißt, in den Urlaub zu fahren, z.B. in überfüllten Zügen nach Sylt. Ich verstehe in diesem Zusammenhang auch nicht, weshalb auf Bundeslandebene hier und auch in anderen interessanten Urlaubsregionen Deutschland nicht direkt Bestimmungen getroffen wurden/werden.
Da Konstanze und auch Neyasha nachgefragt haben:
- Ich habe mir von Tom Hillenbrand "Qube" gekauft, der Sci-Fi-Thriller spielt in der Welt, die Hillenbrand in "Hologrammatica" erschaffen hat und die ich sehr faszinierend fand. In "Hologrammatica" ging es um einen Privatdetektiv, der eine Frau ausfindig machen sollte. Diese hat an Verschlüsselungsalgorithmen gearbeitet für persönliche Daten, die in einen kleinen Computer im Kopf eines Menschen geladen werden, hilfreich z.B. bei Hirnschädigungen (sofern man sein Gehirn halt vorher gescannt und gesichert hatte), aber natürlich auch anderweitig nutzbar. Die Umgebung in dieser Welt ist zudem so, dass holografische Technik in Masse genutzt wird, ganze Holonetze liegen über Städte, auch seine Klamotten kann man mit Filtern belegen. "Qube" spielt, wie gesagt, auch in dieser Welt und sollte zeitlich auch nach "Hologrammatica" gelesen werden - ich hatte nur irgendwie keine Ruhe dafür bislang.
- Am gleichen Tag habe ich mir die Graphic Novel "Cassandra Darke" von Posy Simmonds (englisch) abgeholt im örtlichen Buchladen. Reingeschaut habe ich nocht nicht, aber der Klappentext sprach mich an. Cassandra ist eine Einzelgängerin, Kunsthändlerin, selbstsüchtig - und wurde wegen Betruges verurteilt und gerät nun zusätzlich noch in eine andere Geschichte.
- Und als ich bei Sayuri zu Besuch war, habe ich im Buchladen bei Ihr vor Ort "Lichter auf dem Meer" von Miquel Reina mitgenommen, auch hier, weil mir der Klappentext zusagte. Ein älteres Ehepaar lebt in einem am Meer gelegenen Haus und eigentlich steht ein Umzug in ein Altersheim an - aber dann fegt ein Unwetter das Holz-Haus samt schlafender Bewohner aufs Meer und die Reise beginnt. Vielleicht waren es die Oz-Anklänge, die dazu führten, dass ich das Buch mitgenommen hab. :)
Update 14.30 Uhr
Mein Magen ist mit Mittagessen gefüllt und ich habe ausreichend viel zusammengerührt, dass ich auch noch zwei weitere Mahlzeiten habe, lach. Grund dafür ist, dass ich nur die komplette Packung gefrorenen Wirsing nutzen konnte - im Gegensatz zu manchen Spinatanbietern war dies ein kompletter Block. Ganz oder gar nicht - aber einen aufgetautenTeil habe ich abgenommen, weil ich damit Blätterteigtaschen füllen möchte. Da hier auch noch eine halbe Zwiebel und ein Wiener Würstchen herumlagen, die dringend verbraucht werden wollten, sind auch diese beiden Dinge in die Pfanne hineingewandert, dann noch Pasta, Wasser, Cremfine, Honig, Zitronensaft, etwas Trockengemüsebrühe und alles abgewürzt und zum Schluss etwas Parmesan - Hat mir geschmeckt. :)Nebenher - und neben dem Wäscheaufhängen auf dem Balkon, es weht gut und regnet (noch) nicht - gab es noch eine Physiker-Podcastfolge - dieses Mal habe ich die erste Folge der dritten Staffel nachgeholt, in der es um Physik in Anwendung ging: Archäologische Forschung, Zeitbestimmung usw.
"Cassandra Darke" ist verhältnismäßig text"lastig", was ich nicht schlimm finde, nur erwähnenswert. Die Story setzt ein kurz bevor Cassandras Betrug auffliegt und wird dann nach einem Zeitsprung weiter erzählt: Offenbar ist jemand bei ihr eingebrochen durch die Gartentür - jedoch wurde ein Schlüssel benutzt, gestohlen wurde nichts. Sie prüft auch eine kleine zur Hauptwohnung gehörende Einliegerwohnung, in der sie ewig nicht war, und findet dort im Papierkorb einen Revolver, Munition und ein Handschuh - äußerst beunruhigend. Sie erinnert sich an Nicky, die Tochter ihres Exmannes, die eine Zeitlang bei ihr gewohnt hat und die sie verdächtigt, etwas mit dem Fund zu tun zu haben. Mal sehen..
Update 18.00 Uhr
Ich bin ein wenig auf youtube beim Lorerunner versackt, habe mir dann aber aber wieder die Graphic Novel gegriffen. Sie hat zwar "nur" 94 Seiten, aber sind sind hochformatig und, wie schon erwähnt, textlastig. Cassandra ist recht speziell, hat eine harsche Art und ist durchaus ich-bezogen, nicht gerade eine sympathische Person. Nicky, die ebenfalls keine unwesentliche Rolle in dieser Geschichte spielt, ist aber auch keine glänzende Heroine. Es sind Menschen mit Fehlern, deren Story hier erzählt wird - die von Cassandra aus der ich-Perspektive, die der übrigen nicht. Was ich schade find ist, dass ich nicht nachvollziehen kann, weshalb dieser "Bruch" stattfindet: Ist es weiterhin Cassandra, die nun das erzählt, was ihr zugetragen wurde? Ist es ein allwissender Erzähler? Für die Einordnung, ob die Inhalte dieser Szenen "verfärbt" sind, würde mir das helfen. Vielleicht gibt die Farbgebung der Panels einen Hinweis und ich habe das bislang übersehen, hm. Diese Graphic Novel könnte ich unter diesem Aspekt gut noch einmal lesen, aber nicht jetzt. ;) Mal sehen, wohin es mich gleich treibt.
letztes Update 21.15 Uhr
Gelesen habe ich nichts mehr, nur noch etwas im Troll Kreuzworträtsel gelöst und ein paar Clips auf Youtube gesehen - und unvermeidlich die News und Twitterkanäle gecheckt. Immerhin habe ich heute eine Graphic Novel gelesen und mich nebenher versichert, dass es den übrigen Teilnehmerinnen des heutigen Lesesonntages gut geht.
Ich hoffe sehr, wir lesen uns im April in alter Frische!