Update 14.00 Uhr
Nun ja, ich habe den Flur erledigt (puh) und einen Plausch mit meinen beiden Nachbarinnen gehalten; ich freue mich, dass es der einen endlich etwas besser geht und die Bilder positive Veränderungen nach dem neuen Anlauf mit einer geänderten Chemotherapie zeigen. Ich drücke die Daumen, dass die positive Entwicklung enthält.Ansonsten habe ich nicht viel gemacht außer mein aktuelles Puzzle vorzusortieren und nebenher Lorerunner-Clips zu hören und zwischenzeitlich Mittag zu essen (einfach ein weiteres Brötchen). Die Merlinsocke ist konsequent darin, das angebotene Feuchtfutter zu ignorieren und erst etwas davon zu essen, wenn ein wenig Trockenfutter darauf liegt, seufz. Nun hängt er mit halb geschlossenen Auen auf dem Sofa. <3
Ich werde mich jetzt am Puzzlerand versuchen und mein Hörbuch ("Rip-Off") anmachen, in welchem diverse Autoren einen selbst gewählten ersten Satz eines bekannten Romans als Inspiration für eine eigenen Kurzgeschichte nehmen. Ich habe das Hörbuch bereits am 14.12.2019 begonnen, dann aber zugunsten anderer erst einmal zurückgestellt. Die letzte Story, die ich gehört habe, zog ihre Inspiration von Moby Dick und der Autor sponn daraus eine Art "Film noir" Privat-Detektiv-Story, in welcher Charaktere der Geschichte auftraten - gefiel mir wirklich gut. Von den vorhergehenden drei Stories mochte ich ausgerechnet diejenige, die Austens Pride & Prejudice ersten Satz als Inspiration nimmt, nicht. D.h., ich habe sie nicht einmal zu Ende gehört, weil mich der Sprecher nervte und ich mit dem Setting - ein Buchmacher, Sportevent, Gewinn und Heirat o.ä. - nichts anfangen konnte. Dann gab es noch eine von Marlowes "Edward II" inspirierte Story, die in der Zukunft spielt und ich mochte die Geschichte, kann aber nichts zum "Rip-Off"-Effekt sagen, da ich Marlowes Story nicht kenne. :) Die erste Geschichte zieht die Inspiration von den mir in keiner Weise etwas sagenden amerikanischen "Rootabaga-Stories" von Carl Sandburg und ich mochte auch diese Story "für sich allein". ;) Mal sehen, was mich als nächstes erwartet.
Update 17.30 Uhr
Drei weitere Kurzgeschichten sind zwischenzeitlich gehört. In "Begone" wird die erste Linie aus "David Copperfield" der Beginn einer Story, in der ein Mann aufwacht, nur um festzustellen, dass in seinem Haus bei seiner Frau mit seiner Tochter ein Duplikat von ihm lebt. Sein Versuch, ins Haus zu gelangen, scheitert an einer Barriere, aber er kann das Duplikat erreichen und versuchen, seinen Platz zurückzugewinnen. Und dann wird es merkwürdiger - diese Story hat, wie ich nachgelesen habe, weniger etwas mit David Copperfiel zu tun (glaube ich, ich habe den Roman noch immer nicht gelesen), bezieht jedoch eine, nein zwei amerikanische Fernsehshows, die ich jeweils namentlich kenne und von denen ich als Kind vermutlich ein oder zwei Folgen gesehen habe. Der Protagonist dieser Story heißt übrigens Darrin und trifft in einer Bar auf einen Piloten namens Tony. Mehr will hier hierzu nicht sagen, nur, dass ich während des Hörens nur immer dachte, dass etwas vertraut war (bis ich es dann nachgelesen habe) und dass ich die Geschichte durchaus mochte. ;) In "Red Menace" liest der Protagonist die erste Zeile des kommunistischen Manifestes in 1936 in London und kurz darauf öffent sich ein Tor im Himmel und Menschen, die aus "Mir" stammen landen auf der Straße. Was sich entfaltet ist eine "was wäre wenn"-Geschichte, die der Protagonist lebt - ich fand die Kurzgeschichte durchaus faszinierend. Zuletzt habe ich "Muse of Fire" gehört, eine Geschichte, die die erste Zeile von Henry V zum Anlass nimmt, einen Wissenschaftlicher auf seine Muse namens Hestia treffen zu lassen, die im Plasma-Höllenfeuer gefangen ist und die er befreien möchte - ebenfalls nicht schlecht, aber ich mochte die anderen beiden mehr.
Puzzle-Ergebnis während der drei Kurzgeschichten:
Update 20.30 Uhr
Zwei weitere Geschichten sind gehört. In "Writers Block" nimmt ein Schriftsteller die Zeile "It was a dark and stormy night" und führt sie weiter, d.h. er hat mehrere verschiedene Ansätze und versucht eine Story zu entwickeln (u.a. eine, in welcher zwei Smart-Häuser als Detektive einen Krimi lösen sollen). So recht gelingt das nicht und dann überschlagen sich die Ereignisse, als er in einem Drugstore mit Krämpfen zusammenbricht. Ich mochte die Story sehr und fand das Ende nett. Die nächste Geschichte war "Highland Reel" und nahm Macbeths erste Zeilen zum Anlass, um ein junges Mädchen im frühen 19. Jahrhundert noch einmal nach Hause gehen zu lassen und dabei über ein Dorf zu stolpern mit Highlandern, die es eigentlich nicht geben dürfte in Häusern, die viel zu gut gebaut sind und Kleidung, die viel zu gut ist. Man ahnt, in welche Richtung die Story geht, nett, aber nicht wirklich mehr. ;)
letztes Update 01.30 Uhr
Inzwischen ist hier ruhig geworden. Das bedeutet, ich werde gleich in die Koje umziehen. Vorher wollte ich aber noch berichten, dass ich im neuen Jahr das Puzzle beendet habe (ich habe den ganzen Tag die Konsole gemieden und wurde daher auch nicht abgelenkt) und ebenso auch noch mein Hörbuch "Rip-Off". Es waren auch nur noch drei Stories und da die letzte kurz nach 24 Uhr endete, zähle ich das Buch noch zu 2019.Die Geschichte "Karen Coxswain, or, Death as She is Truly Lived" bezog die erste Zeile von Huckleberry Finn und auch wenn Mark Twain darin vorkam, die Story um eine Frau, die stirbt und dann in der Hölle einen Job bekommt, später kommt der Ex auch dorthin und sie versuchen offenbar, das Machtgebiet eines Dämons zu übernehmen, hat mich so dermaßen nicht interessiert, dass ich tatsächlich die Abspielgeschwindigkeit erhöht habe, damit ich nicht so lange zuhören musste - die Sprecherin hat auch nicht geholfen, die Story für mich interessanter zu machen. Es folgte "Lady Astronaut of Mars", inspiriert von der ersten Zeile des Zauberers von Oz mit einer Dorothy, die in der Nähe des Mission-Startbereichs für Mars wohnte und die titelgebende Astronautin als "Lady Astronaut" bezeichnete. Wirklich überraschend war die Story nicht, aber sie war nett geschrieben. Wieder sehr gut unterhalten hat mich dann "Every Fuzzy Beast of the Earth, Every Pink Fowl of the Air", inspiriert vom ersten Satz der Genesis und ich mochte wirklich sehr die Darstellung der Arbeit der Engel bei der Erschaffung der Welt - und die unerwartete und auch ungewollte Hilfe, die ihnen zuteil wird. Die Sammlung endete mit "Declaration", wobei die Unabhängigkeitserklärung der USA in einer Zukunft von Twens auf die aktuelle Situation umgearbeitet wird, da sie das Recht haben wollen, ohne Überwachung und Zeitbeschränkung virtuell online sein zu wollen bzw. komplett virtuell zu leben. Die Geschichte hat mich nicht vom Hocker gerissen, vielleicht lag das aber auch daran, dass ich vor nicht allzu langer Zeit "Locked in" von Salczi gehört hatte. Insgesamt bot das Hörbuch eine bunte Mischung an Geschichten, in denen zwei für mich komnplett rausfielen, einige okay, viele gut und ein paar sehr gut waren. Findet man ja häufiger bei Kurzgeschichtensammlungen. :)
Und nun geht es ab in die Schlummerkiste.
FROHES NEUES JAHR!



























