Mit einer Freundin war ich letzten Samstag in einer Nachbarstadt frühstücken und danach sind wir u.a. in dem kleinen Buchladen gelandet, in welchem ich bereits am Freitag vor einer Woche vier Bücher gekauft habe. Auch dieses Mal bin ich nicht ohne Buch dort herausgekommen, aber dazu später mehr.
Zunächst will ich kurz etwas über "Geheime Geschichten für Frauen, die Saris tragen" von Balli Kaur Jaswal erzählen. Protagonistin ist Nikki, eine junge indischstämmige Frau in London, die ihr Jurastuium abgebrochen
hat, derzeit in einem Pub jobbt und etwas ziellos ist, was ihr weiteres Leben angeht. Als sie für
ihre Schwester Mindi, die eine arrangierte Ehe anstrebt, eine Heiratsannonce im indischen Tempel im Londoner
Southall (Little India) ans schwarze Brett heftet, sieht sie ein
Stellengesuch für eine Schreibwerkstattleiterin für kreatives Schreiben.
Zwar hat sie auch hier keine wirkliche Vorerfahrung, aber sie stellt
sich bei Kuhlwinder vor, die diesen Kurs im Gemeinderat durchgesetzt
hat. Während Nikki davon ausgeht, dass sie den Kursteilnehmerinnen
beibringt, kreativ zu schreiben und Geschichten zu erzählen (wie es die
Anzeige dargestellt hat), weiß Kuhlwinder, dass es wortwörtlich darum
gehen wird, den Frauen das Schreiben beizubringen. Ich hatte letzten Sonntag geglaubt, ich wüsste, wohin die Reise ginge. Das war so nicht richtig. Wie erhofft, hat die Autorin die Gelegenheit genutzt, in das Leben indischer Frauen (und ein wenig auch der Männer) in der indischen Gemeinschaft in Southall (und auch etwas anderswo) einzutauchen. Die Frauen, die in Nikkis Kurs kommen, sind Witwen - und die meisten von ihnen sind alt genug, um Nikkis Großmutter zu sein, und sie haben andere Vorstellungen von Verhaltensweisen, Auftreten und Mode als Nikki. Ebenfalls nicht unerwartet ist, dass dieser Kurs sowohl die Teilnehmerinnen als auch ihre Kursleiterin von einander lernen lässt. Überraschender ist dann schon, wohin sich der Kurs entwickelt und welche Kreise das zieht. Mir ging durch den Kopf, dass einige der Ereignisse im Roman zu schnell bestimmte Auswirkungen haben (ich denke z.B. an einen Abend mit nachfolgendem Tag bei Kuhlwinder), auch wenn es mich, ehrlich gesagt, während des Lesens nicht länger gestört hat. Es gab bei der Lektüre auch weitere Dinge zu entdecken, wie z.B. dass das Zusammenleben von Mutter und Tochter (beides Witwen) dazu führt, dass letztere aus einer Geschichte der Mutter fast umgehend den richtigen Schluss zieht oder dass u.a. diese Generation von Frauen für sich eine Sprache suchen muss(te), um ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Wobei ich mich dann fragen, wie ihr Leben nach der Heirat gewesen ist, wenn sie diese Geschichten erdenken. Ich hätte mir hier gern mehr Details über das Leben der älteren Kursteilnehmerinnen gewünscht; andererseits: Vielleicht entschied die Autorin für ihre Charaktere auch, dass es ihnen leichter fällt, die geheimen Geschichten zu teilen als wirklich Privates. Ich habe den Roman wirklich gern gelesen, auch wenn mich ein, zwei Dinge etwas störten.
Die beiden Bücher, die ich letzten Samstag mitgenommen hatte, habe ich übrigens an dem vergangenen Wochenende bereits durchgelesen. ;)
"Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinksy" von Jean-Paul Didierlaurent ist eine warmherzige Gesichte um den titelgebenden älteren Monsieur Dinsky, die Seniorenhelferin Manelle und dem Thanatopraktiker Ambroise (incl. Großmutter). Es dauerte bis zur Hälfte des Romans, bis man erfährt, welchen Wunsch Monsieur Dinsky konkret hat, aber über diese Zeit lernt man Manelle und Ambroise durch die Art und Weise kennen, wie sie ihren Job machen und mit welchen Menschen sie wie umgehen. Ambroise und seine Großmutter sind mir dabei über den Roman hinweg besonders ans Herz gewachsen; ich fand die Geschichte einfach nett.
Mitgenommen und am gestrigen Sonntagabend beendet habe ich außerdem "Sturm" von Uwe Laub, in dem es um extreme Wetterphänomene geht, die weltweit auftreten: Ein Tornade in Berlin, ein verdampfender See in Australien, auftauender Permafrostboden in Sibirien. Leider hat mich dieser Thriller nicht so mitgenommen, wie gehofft. Für meinen Geschmack wurde zu schnell aufgedeckt, um was es in dem Roman geht mit dem Ergebnis, dass die Hälfte der Spannung für mich weg fiel und nur noch die Spannung im Sinne von "der Weg ist das Ziel" übrigblieb. Für mich waren auch die fachlichen Ausführungen etwas zu technisch bzw. ich kam nicht so recht mit. Versteht mich nicht falsch: Ich fand die Geschichte noch immer interessant - sonst hätte ich deutlich länger für den Roman gebraucht :) -, aber ich glaube auch, dass der Autor hier etwas Potential verschenkt hat.
Tja, soviel zu den letzten drei von mir gelesenen Büchern. Recht nah neben mir liegen derzeit meine letzten beiden Neuzugänge: "Das Kaff" von Jan Böttcher und "Die Stadt und das Mädchen" von Jiro Taniguchi (ein - wie es sich gehört ;) - von hinten nach vorn zu lesender Manga). Mal schauen ... :)
Montag, 25. Juni 2018
Sonntag, 17. Juni 2018
Lesesonntag im Juni 2018
Vor ca. 15 Minuten, also am Lesesonntag, habe ich "Hologrammatica" von Tom Hillenbrandt beendet. Ich habe das Buch am Freitagnachmittag gekauft (h hatte früh meine Arbeit begonnen und konnte um 16 Uhr gehen) und noch an dem Tag begonnen und den Samstag über in ihm gelesen. Wie "Drohnenland", welches sich im Rahmen eines Krimiplots mit der Überwachung und Sammlung von Daten beschäftigt und das ich mochte, spielt "Hologrammatica" in einer nicht allzu fernen Zukunft. Auch hier gibt es einen Krimiplot - der Protagonist soll eine verschwundene Programmierin finden -; dieses Mal richtet sich Hillenbrandts Augenmerk aber eher auf Holografie. Holotechnik ist günstig und weit verbreitet - seien es Holonets in den Städten, die beschädigte Fassaden verdecken, oder seien es Holomasque, mit dene Aussehen aufpoliert wird. Noch nicht so verbreitet, aber schon vorhanden, sind zudem Menschen, die ihr Gedächtnis in sogenannte Gefäße transferieren. Schöne neue Welt ... Ich hatte wirklich eine spannende Lesezeit und fand den Weltenbau hier vom Autor noch stimmiger als in "Drohnenland".
Jetzt allerdings werde ich meinen Lese-Sonntag damit fortsetzen, ins meine Koje zu fallen, lach.
Update 08.50 Uhr
Im Wohnort fand gestern ein Fest statt, angesetzte Dauer bis 2 Uhr, und tatsächlich hörte ich noch aus der Stadt Musik, als ich gegen halb zwei noch einmal wach wurde. Ich brauchte etwas, um wieder in den Schlaf zu finden und war daher noch ganz schön müde, als die MuMs gegen 7 Uhr meinten, es wäre jetzt doch vielleicht langsam mal Zeit für Frühstück. Halb acht habe ich dann nachgegeben und die beiden Helden versorgt, mir einen Kaffee gemacht (Hunger hatte ich noch nicht) und mich danach wieder in die Koje begeben. "Hologrammatica" war nicht das einzige Buch, dass ich letzten Freitag erworben hatte. "Teich" von Claire-Louise Bennett war auch dabei (und noch zwei weitere Romane). Die Buchhändlerin hatte erwähnt, dass sie "Pond" im Original gelesen hätte, die Sprache sei sehr speziell gewesen. Ich war in Versuchung, dann das Original zu lesen, da ich glaube, dass ich im verstehenden Lesen inzwischen recht gut geworden bin. Aber ich habe noch in der Buchhandlung online in die Leseprobe des Originals geschaut und mich dann doch für die deutsche Übersetzung von eva Bonné entschieden. Ich empfand den Stil doch etwas herausfordernd und habe den "leichteren" Weg gewählt. Inzwischen bin ich auf S. 62 von 217 und lese tagebuchartige Einträge, manche länger, manche kurz, die längeren Texte zwar zusammenhängend, aber nicht immer in sich kohärent, sondern assoziativ. Die Schreiberin kommt von einem Ding zum anderen, ohne dass erkennbar ist - wie sie selbst schreibt -, warum sie davon erzählt. Das ist gleichermaßen anstrengend und interessant.
Nun macht sich aber mein Magen bemerkbar und ich werde in die Küche gehen, um mir mein Frühstück zu machen.
Update 11.45 Uhr
Gefrühstückt habe ich auch heute wieder auf dem Balkon, aber holla, war das dieses Mal kühl trotz Sonnenschein. Als die Sonne dann verschwand, bin ich auch alsbald in die Wohnung, weil mir trotz langärmligem Pullover, langer Hose und Decke auf dem windigen Balkon kalt wurde. Ich glaube, ich kenne jemanden, der mich gerade um das Wetter hier beneidet... ;)
Ich habe ein wenig weiter gelese in "I'm supposed to protect you from all this" by Nadja Spiegelman, die hier über sich, über ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihre Mutter und deren Beziehung zu ihrer Mutter erzählt. Mütter und Töchter, was für ein weites Feld, immer wieder beackerbar und immer wieder fruchtbar.
Ach ja, wundert Euch nicht, wenn ich spät auf Kommentare reagiere. Die Kommentarbenachrichtigung funktioniert derzeit bei blogger nicht, weil dort am E-Mail-Benachrichtigungssystem gearbeitet wird (das Problem ist seit mehr als 2 Wochen bekannt); ich hoffe ja, dass blogger die zusätzliche Abo-Bestätigung einführen will und die Arbeiten damit zusammenhängen. Jedenfalls merke ich daher erst, dass Kommentare eingegangen sind, wenn ich aktiv im Dashboard nachschaue, was ich natürlich nicht ständig tue. ;) Daher schon mal meine Entschuldigung vorab. :)
Update 14.30 Uhr
Eine Waschmaschinenladung hängt, eine weitere ist gerade in Arbeit (Kochwäsche, die dann in den Trockner kommt). Dann habe ich erst einmal meinen Bestand an Marvel-Filmen durch eine Online-Bestellung weiter komplettiert (also die ab Iron Man ohne die Hulk-Filme und bei Spiderman nur den mit Tom Holland); im Juli wird dann noch Black Panther ins Haus wandern und irgendwann der aktuelle und der zukünftige Infinity-Film. In den letzten zehn Tagen oder so habe ich mich durch die diversen Marvel-Filme ab Iron Man geschaut, ggf. heute Abend lege ich "Civil War" ein.
Dann bin ich zu Claire-Luise Bennett zurückgekehrt, die gerade über defekte Knöpfe an ihrem Herd schreibt und sich dabei an die Lektüre eines Buches erinnert, in dem eine Frau u.a. die Streichhölzer zählt, weil sie durch eine Wand von der Außenwelt abgeschnitten ist etc.. Ich mag Buch-in-Buch-Referenzen und ich habe mich gefreut, dass ich anhand des Inhaltes die Referenz, den Titel und die Autorin erkennt habe. Ich schätze, ich werde noch etwas bei Bennett bleiben, mal sehen ...
Update 17.00 Uhr
Ich bin bei Bennetts "Teich" geblieben und habe ihn gerade beendet. Auch wenn ich grundsätzlich die Art und Weise "schätzen" kann, in der Bennett hier schreibt und Puzzelsteine präsentiert, die meiner Ansicht auch nur Teilstücke und nicht das Gesamtbild ergeben, so ist diese Art nicht die meine. Hinzu kommt, dass sich für mich die Ausführungen auch zum Teil bemüht anfühlten (ohne dass ich das der Autorin unterstellen will, ich empfinde es nur so) und ich keinen Bezug zu der Erzählerin aufbauen konnte. Respekt jedenfalls für die Übersetzerin; ich habe ja, wie gesagt, in den Anfang des Originals hineingelesen und denke, dass der Originaltext eine Herausforderung der besonderen Art war. Gerade wegen der "Fragmentierung" dürfte es nicht einfach gewesen sein, die "Stimme" in die deutsche Sprache zu transportieren.
Seufz- ich habe gerade nur noch ein Fiepsen gehört und meine Befürchtung hat sich bestätigt. Erneut ist eine Meise dem Katzenschutznetz am Balkon zu nahe gekommen und Marlowe hat zugegriffen; auch diese Meise war wenigstens sofort tot. Es ist die zweite, die er durch das Netz geholt und vermutlich auch hierdurch sofort getötet hat. Sie sind nicht schnell genug für ihn. :(
Update 21.00 Uhr
Wäsche, Abendessen, Kater versorgen, Fliegenjagd (leider wurde mir diese nicht von MuMs abgenommen und, verflixt, die müssen durch das Bad und/oder Balkontür reingekommen sein, da ich sonst überalle Fliegengitter vor habe, auch bei der Balkontür, aber dort nur dieses in Streifen, das sich also gern mal aufbauscht) und ein wenig "Civil War" während des Essens führten dazu, dass ich abends nicht mehr so viel gelesen habe. Angefangen habe ich "Geheime Geschichten für Frauen, die Saris tragen" von Balli Kaur Jaswal, das dritte meiner am vier am letzten Freitag gekauften Bücher (das vierte ist übrigens "Das Kaff" von Jan Böttcher). Protagonistin scheint Nikki zu sein, eine indische junge Frau, die ihr Jurastuium abgebrochten hat und gerade in einem Pub jobbt und nicht so ganz genau weiß, was sie sonst tun soll. Jobs liegen nicht gerade auf der Straße. Als sie für ihre Schwester Mindi eine Quasi-Heiratsannonce im Tempel im Londoner Southall (Little India) ans schwarze Brett heftet, sieht sie ein Stellengesuch für eine Schreibwerkstattleiterin für kreatives Schreiben. Zwar hat sie auch hier keine wirkliche Vorerfahrung, aber sie stellt sich bei Kuhlwinder vor, die diesen Kurs im Gemeinderat durchgesetzt hat. Während Nikki davon ausgeht, dass sie den Kursteilnehmerinnen beibringt, kreativ zu schreiben und Geschichten zu erzählen (wie es die Anzeige dargestellt hat), weiß Kuhlwinder, dass es wortwörtlich darum gehen wird, den Frauen das Schreiben beizubringen ... Der Roman liest sich gut an. Und auch wenn ich ahne, wohin die Geschichte grundsätzlich gehen wird, bin ich auf die vielen Einzelgeschichten neugierig, die ich vermutlich lesen werde.
Ein weiteres Update wird es hier heute übrigens nicht mehr geben, selbst wenn ich später noch etwas in meinem Buch lesen werde (ich werde wohl jetzt wieder "Civil War" anmachen). Die Nacht wird wieder schnell genug vorbei sein, bevor ich wieder ins Büro muss. Also drehe ich jetzt noch eine kleine Runde bei den Mitleserinnen und sage schon mal:
Wir lesen uns demnächst in diesem Theater, bestimmt am dritten Sonntag im Juli. :)
Jetzt allerdings werde ich meinen Lese-Sonntag damit fortsetzen, ins meine Koje zu fallen, lach.
Update 08.50 Uhr
Im Wohnort fand gestern ein Fest statt, angesetzte Dauer bis 2 Uhr, und tatsächlich hörte ich noch aus der Stadt Musik, als ich gegen halb zwei noch einmal wach wurde. Ich brauchte etwas, um wieder in den Schlaf zu finden und war daher noch ganz schön müde, als die MuMs gegen 7 Uhr meinten, es wäre jetzt doch vielleicht langsam mal Zeit für Frühstück. Halb acht habe ich dann nachgegeben und die beiden Helden versorgt, mir einen Kaffee gemacht (Hunger hatte ich noch nicht) und mich danach wieder in die Koje begeben. "Hologrammatica" war nicht das einzige Buch, dass ich letzten Freitag erworben hatte. "Teich" von Claire-Louise Bennett war auch dabei (und noch zwei weitere Romane). Die Buchhändlerin hatte erwähnt, dass sie "Pond" im Original gelesen hätte, die Sprache sei sehr speziell gewesen. Ich war in Versuchung, dann das Original zu lesen, da ich glaube, dass ich im verstehenden Lesen inzwischen recht gut geworden bin. Aber ich habe noch in der Buchhandlung online in die Leseprobe des Originals geschaut und mich dann doch für die deutsche Übersetzung von eva Bonné entschieden. Ich empfand den Stil doch etwas herausfordernd und habe den "leichteren" Weg gewählt. Inzwischen bin ich auf S. 62 von 217 und lese tagebuchartige Einträge, manche länger, manche kurz, die längeren Texte zwar zusammenhängend, aber nicht immer in sich kohärent, sondern assoziativ. Die Schreiberin kommt von einem Ding zum anderen, ohne dass erkennbar ist - wie sie selbst schreibt -, warum sie davon erzählt. Das ist gleichermaßen anstrengend und interessant.
Nun macht sich aber mein Magen bemerkbar und ich werde in die Küche gehen, um mir mein Frühstück zu machen.
Update 11.45 Uhr
Gefrühstückt habe ich auch heute wieder auf dem Balkon, aber holla, war das dieses Mal kühl trotz Sonnenschein. Als die Sonne dann verschwand, bin ich auch alsbald in die Wohnung, weil mir trotz langärmligem Pullover, langer Hose und Decke auf dem windigen Balkon kalt wurde. Ich glaube, ich kenne jemanden, der mich gerade um das Wetter hier beneidet... ;)
Ich habe ein wenig weiter gelese in "I'm supposed to protect you from all this" by Nadja Spiegelman, die hier über sich, über ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihre Mutter und deren Beziehung zu ihrer Mutter erzählt. Mütter und Töchter, was für ein weites Feld, immer wieder beackerbar und immer wieder fruchtbar.
Ach ja, wundert Euch nicht, wenn ich spät auf Kommentare reagiere. Die Kommentarbenachrichtigung funktioniert derzeit bei blogger nicht, weil dort am E-Mail-Benachrichtigungssystem gearbeitet wird (das Problem ist seit mehr als 2 Wochen bekannt); ich hoffe ja, dass blogger die zusätzliche Abo-Bestätigung einführen will und die Arbeiten damit zusammenhängen. Jedenfalls merke ich daher erst, dass Kommentare eingegangen sind, wenn ich aktiv im Dashboard nachschaue, was ich natürlich nicht ständig tue. ;) Daher schon mal meine Entschuldigung vorab. :)
Update 14.30 Uhr
Eine Waschmaschinenladung hängt, eine weitere ist gerade in Arbeit (Kochwäsche, die dann in den Trockner kommt). Dann habe ich erst einmal meinen Bestand an Marvel-Filmen durch eine Online-Bestellung weiter komplettiert (also die ab Iron Man ohne die Hulk-Filme und bei Spiderman nur den mit Tom Holland); im Juli wird dann noch Black Panther ins Haus wandern und irgendwann der aktuelle und der zukünftige Infinity-Film. In den letzten zehn Tagen oder so habe ich mich durch die diversen Marvel-Filme ab Iron Man geschaut, ggf. heute Abend lege ich "Civil War" ein.
Dann bin ich zu Claire-Luise Bennett zurückgekehrt, die gerade über defekte Knöpfe an ihrem Herd schreibt und sich dabei an die Lektüre eines Buches erinnert, in dem eine Frau u.a. die Streichhölzer zählt, weil sie durch eine Wand von der Außenwelt abgeschnitten ist etc.. Ich mag Buch-in-Buch-Referenzen und ich habe mich gefreut, dass ich anhand des Inhaltes die Referenz, den Titel und die Autorin erkennt habe. Ich schätze, ich werde noch etwas bei Bennett bleiben, mal sehen ...
Update 17.00 Uhr
Ich bin bei Bennetts "Teich" geblieben und habe ihn gerade beendet. Auch wenn ich grundsätzlich die Art und Weise "schätzen" kann, in der Bennett hier schreibt und Puzzelsteine präsentiert, die meiner Ansicht auch nur Teilstücke und nicht das Gesamtbild ergeben, so ist diese Art nicht die meine. Hinzu kommt, dass sich für mich die Ausführungen auch zum Teil bemüht anfühlten (ohne dass ich das der Autorin unterstellen will, ich empfinde es nur so) und ich keinen Bezug zu der Erzählerin aufbauen konnte. Respekt jedenfalls für die Übersetzerin; ich habe ja, wie gesagt, in den Anfang des Originals hineingelesen und denke, dass der Originaltext eine Herausforderung der besonderen Art war. Gerade wegen der "Fragmentierung" dürfte es nicht einfach gewesen sein, die "Stimme" in die deutsche Sprache zu transportieren.
Seufz- ich habe gerade nur noch ein Fiepsen gehört und meine Befürchtung hat sich bestätigt. Erneut ist eine Meise dem Katzenschutznetz am Balkon zu nahe gekommen und Marlowe hat zugegriffen; auch diese Meise war wenigstens sofort tot. Es ist die zweite, die er durch das Netz geholt und vermutlich auch hierdurch sofort getötet hat. Sie sind nicht schnell genug für ihn. :(
Update 21.00 Uhr
Wäsche, Abendessen, Kater versorgen, Fliegenjagd (leider wurde mir diese nicht von MuMs abgenommen und, verflixt, die müssen durch das Bad und/oder Balkontür reingekommen sein, da ich sonst überalle Fliegengitter vor habe, auch bei der Balkontür, aber dort nur dieses in Streifen, das sich also gern mal aufbauscht) und ein wenig "Civil War" während des Essens führten dazu, dass ich abends nicht mehr so viel gelesen habe. Angefangen habe ich "Geheime Geschichten für Frauen, die Saris tragen" von Balli Kaur Jaswal, das dritte meiner am vier am letzten Freitag gekauften Bücher (das vierte ist übrigens "Das Kaff" von Jan Böttcher). Protagonistin scheint Nikki zu sein, eine indische junge Frau, die ihr Jurastuium abgebrochten hat und gerade in einem Pub jobbt und nicht so ganz genau weiß, was sie sonst tun soll. Jobs liegen nicht gerade auf der Straße. Als sie für ihre Schwester Mindi eine Quasi-Heiratsannonce im Tempel im Londoner Southall (Little India) ans schwarze Brett heftet, sieht sie ein Stellengesuch für eine Schreibwerkstattleiterin für kreatives Schreiben. Zwar hat sie auch hier keine wirkliche Vorerfahrung, aber sie stellt sich bei Kuhlwinder vor, die diesen Kurs im Gemeinderat durchgesetzt hat. Während Nikki davon ausgeht, dass sie den Kursteilnehmerinnen beibringt, kreativ zu schreiben und Geschichten zu erzählen (wie es die Anzeige dargestellt hat), weiß Kuhlwinder, dass es wortwörtlich darum gehen wird, den Frauen das Schreiben beizubringen ... Der Roman liest sich gut an. Und auch wenn ich ahne, wohin die Geschichte grundsätzlich gehen wird, bin ich auf die vielen Einzelgeschichten neugierig, die ich vermutlich lesen werde.
Ein weiteres Update wird es hier heute übrigens nicht mehr geben, selbst wenn ich später noch etwas in meinem Buch lesen werde (ich werde wohl jetzt wieder "Civil War" anmachen). Die Nacht wird wieder schnell genug vorbei sein, bevor ich wieder ins Büro muss. Also drehe ich jetzt noch eine kleine Runde bei den Mitleserinnen und sage schon mal:
Wir lesen uns demnächst in diesem Theater, bestimmt am dritten Sonntag im Juli. :)
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