Es ist nicht so, dass ich nach "Exposure" kein anderes Sachbuch mehr gelesen hätte. Nur habe ich zu den späteren kaum Notizen gemacht und, nun ja, es ist schon einige Monate her. Ich sehe die Challenge daher für mich gescheitert an, weil ich schlichtweg keine vernünftigen Eindrücke von den weiteren Büchern geliefert habe und dieser Endpost diese auch nicht ersetzen können wird. :)
Aber ich will wenigstens aufzeigen, was ich sonst noch so gelesen habe.
Mit "Star Trek Design" von Judith Reeves-Stevens und Garfield Reeves-Stevens habe ich meiner Trekkie-Leidenschaft nachgegeben und mehr über, nun ja, Design in den Shows (bis Voyager) gelesen.
Der Schauspieler George Takai, der in der Original-Star-Trek Serie Hikaru Sulu darstellte, berichtet in "They called us enemey"von der Zeit, in der er und seine Familie in amerikanischen Internierungslager verbringen mussten, einfach, weil sie (und andere) japanischer Abstammung waren. Hinein spielt hier auch sein Verhältnis zu seinem Vater. Die Umsetzung erfolgte als Graphic Novel und ich fand das Medium sehr gut gewählt.
Ich habe noch weitere autobiographische Erfahrungen in Graphic-Novel-Form gelesen, zum einen "A Firestorm" von Brian Fies, in der er in starken Bildern nicht nur seine Erfahrungen aufgrund der Brände im Oktober 2017 in Kalifornien verarbeitet. In "The Imitation Game" von Jim Ottoviani geht es um Alan Turing und im Gegensatz zu der Graphic Novel. die ich zu anderer Zeit vom gleichen Autor über Richard P. Feynman gelesen hatte, kam ich in die dargestellten "Technikalien" bei Turing nicht hinein. Eindrucksvoll, erschreckend, grausig war "Barfuß durch Hiroshima - Kinder des Krieges & der Tag danach" von Keiji Nakazawa, die ersten zwei Bände der weitere Teile umfassenden autobiographischen Reihe; sie umfassen die Zeit vor und kurz nach dem Abwurf der Bombe auf Hiroshima.
In Form eines Audiobuches habe ich "Stephen Fry in Amerika" konsumiert, gelesen vom Autor selbst. Es war zwar nicht uninteressant, seinen Begegnungen und Anekdoten zuzuhören, aber mir waren diese insgesamt zu kurz und nicht tief genug. Das Buch bzw. Hörbuch war vermutlich ein Nebenprodukt der TV-Produktion.
Während meines Spätsommerurlaubs bin ich per Buch nach China gereist und habe den Kulturclash von Thomas Derkens mit der Familie seiner Freundin und späteren Ehefrau miterlebt in "Und täglich grüßt der Tigervater: Als deutscher Schwiegersohn in China". Ich bekam, was ich erwartet hatte, humorvoll aufbereitete Erlebnisse und Geschehnisse aus dem familiären Alltag und Anforderungen im Zusammenhang mit der Beziehung des Autors zu seiner zukünftigen Frau.
Mit der ebenfalls in China befindlichen Stadt "Shenzhen: Die Weltwirtschaft von morgen" beschäftigte sich Wolfgang Hirn. Ich fand es faszinierend, wie die technologische Entwicklung in dieser Stadt voranschreitet, was dort heute schon umgesetzt wird in Bezug auf öffentlichen Verkehr, Elektromobiliät, Start Ups und Zuzug von Firmen. Hirn geht auch die Entstehung/Entwicklung der Stadt und Umgebung ein, auch in Bezug auf Hongkong. Gleichwohl sollte bei all der Innovation und Begeisterung nicht vergessen werden, wie dieser Staat geführt wird und welche Menschenrechtsverletzungen in ihm begangen werden.
Nicht nur, aber auch durch Asien ging es mit Martin Klauka "Einmal mit Katze um die halbe Welt" - und zwar mit dem Motorrad. Martin Klauka hatte ein kleines Kätzchen auf einer Tour gerettet und mit nach Deutschland genommen, aufgepäppelt und die "Prinzessin" fand Gefallen daran, mit ihm und seinem Motorrad zu verreisen, bis es letztlich auf eine lange Tour Richtung Asien ging. Anekdoten über die Reise, die Menschen, das Verhalten der Prinzessin - aber auch der Reaktionen der Menschen auf diese neugierig in die Welt schauende Katzen folgen und ich fand das erbaulich zu lesen, auch wenn ich mir ab und an ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.
Im genannten Urlaub habe ich auch "Gastrologik: Die erstaunliche Wissenschaft der kulinarischen Verführung" von Charles Spence gelesen und gestehe, dass ich nur wenig konkrete Erinnerungen an dieses Buch habe. Eines allerdings ist mir im Gedächtnis geblieben, nämlich wie stark der Geruchssinn den Geschmack beeinflusst (weshalb ich plante, bei einer gewinnen einzunehmenden Substanz zur Not mit einer Wäscheklammer meine Nase komplett zu verschließen; ich hatte den Geruch/Geschmack dieses Zeugs noch jahrelang im "Geschmacksgedächtnis". Letzlich musste ich das übrigens nicht tun, weil die Entwicklung des Pulvers dankenswerterweise deutlich vorangeschritten ist).
Über längere Zeit habe ich "Wasser und Zeit. Eine Geschichte unserer Zukunft" von Andri Snaer Magnason gelesen, was eine interessante Erfahrung war, aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Der Autor brachte Naturbetrachtung, isländische und familiäre Geschichte, Gletscher (nicht nur in Island) zusammen mit Legenden, Gesprächen (u.a. mit dem Dalai Lama) und seiner deutlich wahrnehmbaren Leidenschaft für die Umwelt und den Umwelttschutz.
Und dann war doch "Der Salzpfad" von Rynor Winn. Sie und ihr Ehemann Moth verlieren ihr zu Hause und beschließen, den Küstenwanderweg Englands zu wandern; ein wahrlich abenteuerlicher Plan vor dem Hintergrund, dass sie auf die staatliche Unterstützung angewiesen sind, weitere Ausstattung benötigen und Moth krankehitsbedingt eigentlich nicht in der Lage ist, so etws zu stemmen. Und dennoch starten sie und ich habe sie gern dabei begleitet.
(Die ersten 3 gelesenen und mit richtiger Nachlese versehenen Bücher findet Ihr hier:
- Ich war noch niemals auf Saturn von Michael
- Permanent Record by Edward Snowden
- Exposure by Robert Billot
Okay, so habe ich in diesem Lesejahr noch den Endpost geschrieben. Immerhin. :)






































