Sonntag, 20. Juni 2021

Lesesonntag im Juni 2021

Im April hatte ich mich abgemeldet, den Mai hatte ich glatt übersehen. Dank Konstanzes freundlicher Erinnerung passiert mir das heute aber nicht. ;)

Es hat geregnet und gewittert die Nacht und es zwar kühler, aber die Luft ist trotzdem nicht gerade der Renner. Und zum Durchlüften (seit halb sechs) bewegt sie sich auch zu wenig. Dabei gehöre ich noch zu den glücklichen Bewohnern von Obergeschosswohnungen - Außenjalousien, älteres Haus. Es ist mir bereits an den letzten Tagen zu warm gewesen und wir haben mal wieder erst Juni. Vor kurzem habe ich das Buch "Deutschland 2050" von Toval Staud und Nick Reimer in der die Autoren quasi einen Ausblick auf die Verhältnisse und Anpassungsbedürfnisse betreffend alle möglichen Bereiche in Deutschland aufgrund des Klimawandels geben; vieles hat mit Hitze zu tun und den weiteren Extremwetterlagen. Nicht schön ...

Das Gewitter, die Wärme haben in den letzten Nächten Schlaf gekostet, aber die Wochen davor war die fehlende Nachtruhe auf meine rechte Schulter zurückzuführen. Und das hält leider an, da auch die Verkalkung noch anhält und die physiotherapeutische Behandlung (nächste am Dienstag). Irgendwann kann ich nachts nicht mehr liegen, egal ob Bauch, Rücken oder irgendeine Seite und wandere dann ins Wohnzimmer in den Sessel. Immerhin habe ich so in den letzten Wochen ein paar Sachen weggelesen - der Reread vom Dunklen-Turm-Zyklus ist beendet (der Gesamteindruck ist gut, wenn ich ein Buch weglasse, ein Buch zu 2/3 quer lese und in einem Band ein paar Passagen überspringe *g*). Ich habe "Deutschland 2050" gelesen und gestern "Klara and the Sun" von Kazuo Ishiguro beendet (hat mich leider nicht überzeugt, u.a. waren für mich Ereignisse unlogisch bzw. hatte die Story für mich Lücken). Ich habe "The Quiet Earth" von Craig Harrison noch einmal gelesen (immer noch interessant) und als Reread "The Northern Lights" von Pullmann begonnen. endlich (allerdings beim Fahren zur Arbeit bzw. Walken) die letzten beiden Stories von "The Best of Connie Willis" zu Ende gehört (Gesamteindruck: 4*) und dafür "Project Hail Mary" von Andy Weir begonnen - Seinen spannend wissenschaftlich humorvollen Erzählstil, dem ich auch in englischer Sprache gut folgen kann, mag ich sehr und der Sprecher ist großartig. Ich fühle mich positiv an das Hörbuch "The Martian" erinnert. 

Ich überlege noch, wozu ich gleich greife. Und ich hoffe, mein großartiges Internet (ich habe einen Tarif mit 100 MB) lässt mich nicht wie in den letzten Wochen immer wieder, u.a. auch während des japanischen Filmfestivals, weshalb ich nichts gestreamt habe) im Stich und bietet mir zumindest irgendwas zwischen 20 und 50 MB an (aktuell sind es gerade mal wieder 10!). Am kommenden Donnerstag kommt ein Techniker vorbei, da bislang immer nur festgestellt werden konnte, "ich kann die Abbrüche sehen, aber technisch sieht alles richtig aus, auch die Fritzbox ist aktuell und gut eingestellt". Es ist soooo nervig, besonders, da ich jetzt regelmäßig auch durch Homeoffice arbeitsbedingt auf ein stabiles Internet angewiesen bin und dabei auf 2 Servern mit Sprachdatentransfer arbeiten muss... ARGH!. Mpf. Ich frühstücke erst mal zu Ende. 

Update 11.30 Uhr
Verärgert wegen weiter unbrechender Internetverbindung (quasi alle fünf bis 10 Minuten gab es Probleme bei der Verbindung, Abbruch wegen "Zeitüberschreitung, Neuverbindungsversuch ggf. mit Bandbreitenreduzierung, dann ging das Spiel wieder von vorn los) habe ich meinen Anbieter nochmals angerufen, aber das hätte ich mir auch sparen können, weil mir nicht einmal gesagt werden konnte, ob es eine Störung in der Straße o.ä. sei. Die Probleme mit dem Internet bei mir sind verstärkt aufgetreten, nachdem ich die neue Fritzbox 7530 installiert hatte, aber mir wurde vom Techniker immer gesagt, dass das nicht an ihr liegen könne, sondern wohl an der (langen) Leitung zum Haus. Ich habe um 11 Uhr meine alte Box (7360) wieder angestöpselt und seit 11 Uhr gab es keinen Abbruch (klopft auf Holz). Als technischer Laie habe ich den Verdacht, dass die neue Box viell. zu sensibel und automatisch auf Schwankungen reagiert und die alte Box "robuster" ist - bei der neuen gibt es z.B. auf der FritzBox-Oberfläche auch eine Option Störungssicherheit o.ä. mit möglichen Einstellungen, die bei der alten nicht angeboten wird. Vielleicht ist es das Zusammenspiel aus dynamischer sensibler Reaktion der neuen Box und der schwankenden Bandbreite (ggf. auch der langen Leitung zum Haus), die die aktuellen Probleme bereiten. Mal sehen, wie sich die alte Box heute weiter verhält... Drückt mir die Daumen. Ich will einfach nur ein stabiles Internet, auch wenn die Datenhöhe nicht den 100 MB entspricht, sondern aktuell 16 (!).

Lesetechnisch habe ich mir "2" von Hideo Yokoyama gegriffen. Es sind offenbar zwei Thriller-Stories; das Buch habe ich mir bei meinem ersten diesjährigen Buchladenbesuch letzten Mittwoch im Wohnort gekauft. Aufhänger der ersten Story ist die Weigerung eines Direktors einer semi-privaten Stiftung seinen Posten zu räumen, was im, hm, vermittelnden? Polizei-Personalbüro für erhebliche Aufregung sorgt, sollte der Platz doch an den nächsten Polizeipensionäre gehen. Auch der derzeitige Direktor ist ein hochrangiger Polizeibeamter gewesen; einen Grund nennt er dem Verwaltungsangestellten nicht. Aktuell habe ich den Eindruck, dass der Angestellte seine seit Jahre durch die Verwaltungstätigkeit nicht mehr benötigte polizeiliche Ausbildung reaktivieren muss, um einerseits herauszufinden, warum der Direktor den Platz  nicht räumen will und andererseits um sicherzustellen, dass die Planung des Polizei-Personalbüros reibungslos umgesetzt werden kann. 

Update 15.00 Uhr
2 Abbrüche seit 11 Uhr gegen 12 und gegen 13 Uhr und seitdem ist der Zugang erneut stabil mit der alten Box. Definitiv eine Verbesserung zu vorher. Aber offensichtlich geht das Problem über die Fritz-Box hinaus... Nun, ich kann nichts anderes als abwarten. 

Mein Buch "2" habe ich ausgelesen. Die erste Story nahm nicht die Richtung, die ich vermutet hatte,
endete aber nicht uninteressant. In Story 2 geht es um eine blutjunge Polizeibeamtin der Spurensicherung, deren Suchbild zu einer erfolgreichen Verhaftung führte und die am nächsten Arbeitstag nicht zur Arbeit erscheint. Die für sie (und die übrigen weiblichen Polizeiangehörigen) zuständige Verwaltungsleiterin macht sich auf die Suche. Auch hier ging die Story nicht in die üblich erwartete Richtung, aber ich hätte mir hier - obwohl das Ende funktioniert - einen etwas anderen Schluss gewünscht. Interessant waren in dieser Story auch die Schilderungen betreffend weibliche Polizeiangehörige. Das Buch der Sparte "Thriller" zuzuordnen, finde ich allerdings ... irreführend. Ich habe gerade noch einmal die Definition in der Wiki nachgelesen und okay, danach kann man die Stories darunter mit gutem Willen einordnen. Beide Kurzgeschichten haben einen gewissen Spannungsbogen und es ist im Verlauf der Stories jeweils länger offen, was geschehen ist; allerdings fehlt beiden Stories der für mich mit "Thriller" verbundene Nervenkitzel, die überproportionale Spannung.  

Und nun?

letztes Update 20.45 Uhr
Die alte Box ist den ganzen Nachmittag ab 13 Uhr stabil gelaufen, wenngleich auch immer unter 20 %  der Vertragsleistung. Ich lasse das Teil erst einmal dran. 

Mir sind am Nachmittag dann mal die Augen zugefallen, aber nicht zu lang. Ein wenig habe ich dann in "Northern Lights" weitergelesen: Lyra hat gerade Mrs Coulter's Wohnung das erste Mal betreten. 

Lyra habe ich dann dort aber allein gelassen und mir "The Stars my destination" von Alfred Bester gegriffen. Von diesem Autor wollte ich etwas lesen, seitdem ich Babylon 5 das zweite Mal komplett geschaut habe, war dieser Autor doch Namensgeber eines ... Frenemy, der charismatisch von Walter Koenig verkörpert wurde. Dem Protagonisten Foyle war ich zu Beginn neutral eingestellt, bereits schnell zeigt er, dass ihm andere egal sind zugunsten der Verfolgung seiner Rache und bis Seite 35 ist er zum Erpresser und Monster geworden (der Autor lässt offen, ob es dort zu einem Mord oder eine Vergewaltigung kommt). Ich bin gerade auf Seite 58, kurz nachdem er von einem Unternehmen wegen Informationen in psychisch-gewaltsamer Weise gefoltert wurde. Das eskalierte alles sehr schnell. Ich weiß nicht, wann oder ob ich weiterlesen. 

Inzwischen bin ich ziemlich erledigt, die kurze Gewitter-Hitze-Nacht fordert ihren Tribut. Andererseits darf ich nicht zu früh ins Bett, sonst kann ich zu früh nicht mehr auf der Schulter liegen. ;) Ich werde also noch etwas auf dem Sessel abhängen, hoffentlich nicht einschlafen und dann in die Koje wandern. 

Für heute sage ich Tschüss in diesem Theater. Wir lesen uns°