Posts mit dem Label privates werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label privates werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 31. Juli 2023

Merlin

 

Merlin ist heute in der ersten Stundes des Tages eingeschlafen. 

Mein Traumkater.  Meine Merlinsocke, mein Spargeltarzan, mein Graf Zahn. 19 Jahre alt bist Du geworden, gut 18,5 davon hast Du mit mir verbracht, einen Teil dieses Lebens mit Marlowe. Wir haben uns beide seit dem letzten Sommer fast ein Jahr erkämpft. Als ich im Krankenhaus lag, hast Du auch bei Deiner Katzensitterin nicht aufgegeben und auch nicht, als ich wieder daheim war. Aber der Kampf wurde immer aufwändiger, medikamentenreicher. 

Auf die Tierärztin im Kleintierzentrum , die mir am 05.07. sagte, ich solle Dich dort direkt einschläfern lassen, habe ich nicht gehört. Dein Tierarzt, der Dich seitdem Du bei mir warst, kannte, sah das auch anders. Wir bekamen noch etwas Zeit. 

Am letzten Donnerstagabend hast Du dann begonnen mir zu zeigen, dass Dein Weg zu Ende geht. Ich hatte immer Angst, dass ich nicht erkenne würde (wollen) ... Du hast das Tempo vorgegeben, wir konnten uns dam Wochenende in aller Ruhe verabschieden, Du bist noch am Sonntag in das hohe Bett gekommen. Als Du gegen Mitternacht beim Atmen krampftest, habe ich Deinen Tierarzt angerufen und wir haben Dir das letzte Stück des Weges erleichtert und mit Deinem Köpfchen in meiner Hand bist Du eingeschlafen. 

Du hast mein Leben so bereichert und meine geistige Gesundheit mehr als einmal unterstützt. Zuletzt warst Du mein Motivator, wieder schneller auf die Beine zu kommen. 

Ich vermisse Dich. 



Dienstag, 24. Dezember 2019

Ich wünsche Euch schöne Feiertage, ob Ihr nun aus religiösen, spirituellen oder kulturellen Gründen feiert, und eine schöne Zeit, ob mit Euren Lieben (zu denen ich weiterhin auch tierische Begleiter zähle) oder allein.




Mit den zwei Mikro-LED-Draht-Ketten gefällt mir der Baum noch besser. Den Schmuck selbst habe ich nicht mehr geändert und ich tippe, dass im nächste Jahr das Schmücken etwas schneller geht. Und keine Nadeln. Und kein Wassergießen und schauen, ob die Katersocke vielliecht doch versucht, dort heranzukommen. Doch, auch wenn mir das Grün etwas fehlt, glaube ich, den Baum zu nehmen war eine gute Entscheidung. ;)


Geschenke gab es übrigens auch; aber dazu mehr in einem anderen Post.

Dienstag, 1. Januar 2019

zum Jahreswechsel

2018 verlief für mich nicht wie erhofft. Zwar gab schöne Tage und Momente und viele entspannende und entspannte Lesestunden auf dem Balkon oder auf dem Sofa und Treffen mit Freunden. Aber angedachte Urlaubsfahrten und Besuche z.B. zur Nippon-Connection oder zum Geburtstag der Münchenerin konnte ich nicht realisieren,  ich habe es das ganze Jahr nicht geschafft, die Ostsee zu sehen, ein Mittelfußknochen machte knacks - und ich musste mich von Marlowe verabschieden.   


Ich vermisse ihn und ich bin mir sicher, Merlin vermisst seine Gesellschaft auch.




2019 hält Dinge für mich bereit, denen ich nicht aus dem Weg werde gehen können. Vielleicht sollte ich eins dieser Dinge vorziehen, damit ich das Thema hinter mir habe. Ich muss darüber nachdenken.

Unabhängig davon, ob es Euch ähnlich wie mir mit bereits bekannten Herausforderungen geht, wünsche ich Euch  für 2019 Kraft, Energie, Gesundheit, Menschen, die Euch lieben und die Euch beistehen, viele Wohlfühlmomente - und immer eine Portion Glück! 

Montag, 24. Dezember 2018

Ich wünsche Euch frohe Feiertag und eine schöne Zeit, ob mit Euren Lieben (zu denen ich auch tierische Begleiter zähle) oder allein

Für mich hat Weihnachten kulturellen Charakter, nicht religiösen, aber ich genieße all die damit verbundenen Dinge, Weihnachtsmärkte, Krippen anschauen, Lichter, Backen etc. Ich werde die Weihanchtstage ruhig mit Merlin verbringen (ich vermisse Marlowe, der vermutlich bereits die Deko-Walnüssen  spielend verteilt hätte), sicherlich lesen, auf jeden Fall ein Kochexperiment starten und vermutlich über alles ein wenig schreiben.
 
*summt "Sind die Lichter angezündet"*


Dienstag, 9. Oktober 2018

Zwischenspiel

Ich wollte heute früh um 7.30 Uhr aufstehen um zu testen, wie lange ich von hier bis zum Bahnhof mit dem Auto brauche, dann ein Ticket für morgen zu ziehen und im Anschluss schön zu frühstücken und dann mit dem Rad oder zu Fuß etwas das schöne Wetter genießen.

Was stattdessen passiert ist:

Ich bin aufgestanden um halb acht und habe festgestellt, wie lange ich mit dem Auto zum Bahnhof brauche.

Am Ticketautomaten wurde mir die gewünschte Verbindung angezeigt - ein Ticken drucken konnte ich für morgen nicht. Hm.

Ich könnte ja am Arbeitsort auf den Markt gehen und kurz im Büro vorbeischauen, um mir ein Ticket auszudrucken. Ich fahre zum Arbeitsort und halte kurz beim Amtsgericht, an dem ich auf dem Weg ins Büro direkt vorbeikommen, um meiner Kollegin einen Extra-Botengang zu ersparen. Auf dem Weg zurück zum Auto verpasse ich eine Treppestufe, es knackt im linken Fuß und tut weh.

Im Büro angekommen (den Markt hatte ich gedanklich schon ad acta gelegt) gehe ich ins Netz, um das Ticket zu kaufen, aber ich habe meine Kreditkarte nicht bei und meine Login-Daten nicht im Kopf.  Ich spüre, wie die linke Seite ab ca. Fußmitte zum kleinen Zehn anschwillt und folge der Empfehlung meiner Kollegin:

Ab zum Hausarzt - auf dem Kopfsteinpflaster am Arbeitsort zu laufen, tut ziemlich weh. Der Arzt tastet fröhlich herum, um die Problemzone einzugrenzen. Er geht nicht von einem Bruch aus - Kühlen und Schmerzmitteln -, schreibt aber eine Überweisung zum Röntgen, um den Bruch sicher auszuschließen.

Ab zum Krankenhaus am Wohnort und erstaunlich schnell rangekommen (ich konnte kaum drei Seiten lesen, beim Arzt habe ich länger gewartet) und wieder herauskomplementiert: Ich möge den Hausarzt ab Mittag wegen des Befundes anrufen; ich höre, wie der nächste Patient in den (anderen) Vorbereitungsraum hineingelassen wird.

Da ich sowieso gerade unterwegs bin, bringe ich fix die Flaschen weg, die ich seit 1 Woche mit mir herumfahre, und kaufe eine Beutel-Packung TK-Erbsen und hole aus der Packstation Mr. Moto und Dark City ab.

Es ist 11.45 Uhr und ich bin wieder daheim. Die TK-Erbsen-Packung ist an meinem Fuß und ab und an bewege ich die Erbsen und massiere so den geschwollenen Bereich. Eine Schmerztablette habe ich zusätzlich genommen. Statt Frühstück habe ich mir Mittag (Suppe) gemacht und der Kater wurde mittels Schmetterling an einer langen Angel bespielt.

Ein Ticket habe ich nicht und ich warte darauf, heute Nachmittag meinen Hausarzt anzurufen um abzustimmen, was das Röntgen erbracht hat und ob ich im Falle eines Bruches noch eine weitere Verordnung  (Carbonsohle, die erst noch angefertigt werden muss) abholen muss. Tja ...

Nachtrag: 
Der handelt sich doch um einen Bruch des äußeren linken Mittelfußknochens, wie mir der Onkel Doc gerade am Telefon gesagt hat. Er macht die Verordnung für die Herstellung der Carbonsohle fertig und ich habe gerade meine Kollegin gebeten, sie morgen früh abzuholen - ich hole sie dann aus dem Büro ab, da ich dort ohne Hoppeln über Kopfsteinfplaster hin komme. Die Sohle darf ich dann wohl ca. 4 Wochen nutzen, wenn alles nach Plan läuft. Im Wohnort gibt es ein Orthopädie-Fachgeschäft, zu dem ich gleich im Anschluss fahren werde. hmpf.

Das Treffen verschiebe ich dann mal.

Donnerstag, 6. September 2018

Marlowe




Marlowe ist gestern eingeschlafen. Er hat mein Leben und das von Merlin über 10,5 Jahre bereichert. Ich vermisse ihn.


Bei der Voruntersuchung zur anstehenden OP gestern wurde zunächst festgestellt, dass die Masse seit vergangenem Freitag erneut gewachsen war und nun fühl- und ertastbar bis zum Knochen reichte. Da der Tierarzt am Freitag ein Medikament gespritzt hatte, um das Wachstum zu verlangsamen und uns für die Vorbereitung zur OP mehr Zeit zu geben, waren wir alle ziemlich geschockt. Der Tierarzt sagte, er werde vor diesem Hintergrund voraussichtlich tiefer und mehr schneiden und mit auf der linken Seiten an den Brustbereich gehen müssen, was aber bewegungstechnisch keinen Unterschied machen werde. Marlowe hatte erneut 100 g abgenommen - er hatte während der letzten vier Tage im Grunde nur Flüssigkeit geschleckt und am Dienstagabend ein paar Streifen Rindlfleisch. Während der Voruntersuchungen wurde auch ein sehr schneller Herzschlag festgestellt, der in den letzten Jahren zwar gestiegen war, aber noch keine Behandlung erforderlich gemacht hatte. Wir brachten ihn mit dem Stress zusammen mit dem Tumorwachstum in Verbindung.  Marlowe bekam ein blutdrucksenkendes Mittel und eine Kombination von Schmerzmitteln und wir beide setzten uns ins Wartezimmer, um das Einsetzen der Wirkung abzuwarten. Etwas später bekam er eine weitere Spritze, die ihn bereits deutlich beruhigte. Danach saß ich bei ihm, hielt seinen Kopf, während er fürsorglich aber konzentriert rasiert wurde, und streichelte ihn, als ihm das Narkosemittel gegeben wurde und es zu wirken begann. 
Kurz nach halb vier verließ ich die Praxis und kurz nach 18 Uhr bekam ich einen Anruf: Die OP sei beendet, sie sei soweit gut verlaufen, auch wenn weiter geschnitten werden musste, und man sei optimistisch, dass man alles gut entfernt habe; die "Ränder" würden dem Zystologen übermittelt für den Test. Wenn Marlowe aufgewacht sei, würde ich angerufen. Und so wartete ich. Ich machte eine Wärmflasche heiß und steckte sie vorbereitend in die Decke, in die sich Marlowe gern verkroch und die seinen Geruch hatte. Ich las ein Buch. Ich gab Merlin sein Abendessen. Und um kurz nach 21 Uhr rief der Tierarzt an - Marlowe sei wach, ich könne kommen. Marlowe habe die Narkose gut verkraftet; manche Kastrationspatienten bräuchten länger für die Aufwachphase. Marlowe habe versucht, sich aufzurichten, rechts auf das Vorderbein - links jedenfalls den  Schulterbereich schon mal bewegt.  Der Tierarzt meinte, dass die vertraute Umgebung und ich jetzt zur Minderung des Schocks und des Stresses hilfreich wären. Er hätte ihm vor kurzem Antibiotika und Flüssigkeit gegeben, die Marlowe auch gut geschluckt hätte, und dann wies er mich in die Nachsorge für die Nacht ein, insbesondere Gabe von Flüssigkeit (die er aushändigte), Wärme, Antibiotika für den frühen Morgen -  und wann ich am Donnerstag wieder kommen sollte. 
Und dann ... dann war Marlowe bereits kollabiert, Atmung und Herzschlag hatten ausgesetzt. Wir haben irgendwann (15, 20 Minuten?) akzeptieren müssen, dass Marlowe aufgehört hatte, zu kämpfen. Ich war in dieser Zeit immer nah bei ihm, habe ihn gestreichelt, habe in sein Ohr gesprochen; ich will glauben, er hat mich irgendwie noch wahrgenommen, bevor er ging.

Nachtrag 18.30 Uhr
Ich war gerade noch einmal in der Praxis. Der Tierarzt hat eine Autopsie gemacht in der Hoffnung, die Ursache für den plötzlichen Kollaps zu finden.  Es gab nicht nur die Masse am Bein. Eine Niere war bereits deutlich verändert - und versteckt hinter dem Herz hatte sich auch eine Masse entwickelt, fast so groß wie das Herz, die gegen letzteres drückte. Diese drei Dinge hatte an Marlowes Kräften gezehrt, und nur die große Masse war auf den von verschiedenen Seiten aufgenommenen Röntgenbildern erkennbar gewesen. Marlowes Herz- und Kreislaufsystem war nicht in der Lage, nach der Narkose mit dem Schockzustand und dem gegen das Herz drückenden Tumor wieder richtig einzusetzen. So jedenfalls habe ich den Tierarzt als Laie verstanden. Ohne die OP wäre seine Lebenserwartung jedoch auch nicht mehr hoch gewesen. Es tut mir weh und leid, dass ich Marlowe dem Stress zur OP ausgesetzt habe statt ihn in Ruhe zu lassen und palliativ zu versorgen, aber all das Vorstehende war vor dem Eingriff nicht erkennbar und um die am Bein schnell wuchernde Masse, die einzige für uns erkennbare, musste sich gekümmert werden. Die Masse am Herz lag so unglücklich, dass sie auf den Bildern nicht zu sehen war und auch die Veränderungen auf der Niere waren nicht erkennbar. Auch früher gab es keine Anzeichen; das erste offensichtliche war das Humpeln.
Ich bin dankbar, dass Marlowe den Mittwochvormittag in der Sonne auf dem Balkon verbrachte, dass er am Dienstag Appetit hatte und Rindfleisch aß, dass er die Praxis und das Team kannte, dass ich bis zur Narkose bei ihm war und auch in den Minuten, bevor er ging. Wie gesagt, ich will glauben, dass er mich noch irgendwie wahrgenommen hat.

Sonntag, 2. September 2018

Marlowe-Sorgen

Ein paar von Euch haben es vielleicht hier im Blog am Rande mitbekommen, dass es Marlowe nicht so gut geht, ein paar auch über Twitter. Letzten Freitag war ich mit ihm noch einmal beim Tierarzt, weil er extrem wenig Nahrung zu sich nahm und ich prüfen lassen wollte, ob es Zahn-/Rachen/Mundraum-Probleme gibt oder ggf. die Medikation der Grund sei. Den letzten Checkup wegen seines linken Vorderbeins hatte er knapp 10 Werktage davor im Zusammenhang mit Krallenschneiden. Grob zwei Wochen davor war ich das erste Mal beim Tierarzt, weil er lahmte und humpelte.

Letzten Freitag wurde festgestellt, dass der Mundraum in Ordnung ist. Allerdings hat der Tierarzt eine Masse festgestellt, die er beim letzten Check vor ca. 2 Wochen, welchen Bewegungsradius des Vorderbeins Marlowe zulässt,  noch nicht bemerkt hatte. Sie befindet sich am/im Muskel-Sehnengewebe ungefährt dort, wo beim Menschen der Oberarm hinten ist - jedenfalls ist es dass, was ich von den Freitaggesprächen mitgenommen haben. Ich bin derzeit etwas überfordert. Die Röntgenbilder zeigen den Massezuwachs, aber auch, dass nicht am Knochen oder im Knochen zu sehen ist. Ich habe eine Zweitmeinung eingeholt unter Schilderung auch des Zeitablaufs und der Lebenssituaton (Alter, kein Freigang, keine sonstigen offensichtlichen Beschwerde). Das Ergebnis beider Ärzte war: OP, Feststellungen beim Schnitt und sofern es nicht ein alter Abzess o.ä. ist, der so glücklich "liegt", dass Muskel und Sehnen durch Schneiden nicht beschädigt werden, Amputation des linken Vorderbeins. Selbst wenn man es ein Abzess wäre, bestünde die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Marlowe das Vorderbein nicht mehr belasten und nutzen könnte. Ist es wie befürchtet ein Tumor, sollte schon wegen der Gefahrenlage nicht versucht werden, herauszuschneiden. Kurze Anmerkung: Mein Tierarzt besprach mit mir Lage, Option, Gefahr, Ergebnis (Beweglichkeit). Wir hatten kurz auch die Möglichkeit angesprochen, eine Biopsie zu machen und auf den Befund zu warten, aber das verworfen, weil dann weitere 7 bis 10 Kalendertage vergehen würden, bis eine OP möglich ist. Der andere Tierarzt ging darauf auch ein und meinte dann, als wir vor den Röntgenbildern standen, dass es auch Einschläfern eine legitime Überlegung sei.  Noch einmal:  Wir standen vor den Bildern, auf denen die Massse aber sonst kein Hinweis auf andere Probleme/Befall zu sehen war, und er spricht Euthanasie an? Fachlich mag dieser Arzt ja in Ordnung sein, aber das ... ich habe am Freitag vor Ort nichts gesagt, weil ich sowiseso durch den Wind war, aber ich bin immer noch erschrocken darüber und verstehe es auch nicht, dass er diese Option aus meiner Sicht völlig anlasslos angesprochen hat.

Marlowe wird nächsten Mittwochnachmittag operiert werden. Der Tierarzt und ich stellen uns auf die Amputation des linken Vorderbeins unterhalb des Schulterblattes ein. Er hat mir im gestrigen Gespräch erklärt, worauf ich am Dienstag achten soll, worauf am Mittwochvormittag, um 13 Uhr bin ich bei ihm für die OP-Vorbereitung. Er hat das Rasieren angesprochen, den langen Schnitt. Ich gebe zu, ein paar Dinge rauschten vorbei. Er hat mir die Anschaffung eines Stramplers empfohlen, damit Marlowe nicht an die Wunde kommt und zugleich der Körper auch bedeckt ist; die Halskrause empfehle er nur kurzfristig.

Seit zwei Tagen schwanke ich zwischen Ablenkung durch youtube und Shows, die ich kenne, der Sorge um Marlowe, weil er mich meidet und nicht frisst (wenigstens habe ich ihn heute früh die Toilette benutzen sehen, ich hatte auch wegen des Urinlassens Sorge) und dem Entwerfen von Szenarien für die Zeit ab Mittwoch mit daraus folgenden Bestellungen/Vorbereitungen.

Ich habe gestern einen Post-OP-Body besorgt und an Merlin anprobiert. Er ist zu klein, denke ich, da er schon bei Merlin eng anlag.  Selbst nach der Rasur dürfte dieser Body wohl für Marlowe zu schmal geschnitten sein. Vielleicht kann ich ihn umtauschen (er hat nun auch schon Katzenhaare an sich), falls nicht, werde ich ihn waschen und spenden. Außerdem: Er ist unten zu, d.h. wie ein Strampler zu zu knöpfen, ich weiß nicht, wie das bei Toilettengängen gehen soll. Ich habe daher im Netz ein Pet-OP-Shirt bestellt, hoffentlich in der passenden Größe, das unten frei sei soll. Mal sehen.

Gestern habe ich auch eine Mircofleece-Poncho besorgt, indem Marlowe auch bereits lag und so etwas von seinem Geruch abgegeben hat. Ich hoffe, damit kann ich ihn zusätzlich warm und sicher halten. 

Ich habe an einem normalen Versandkarton drei Kartonseiten hochgestellt, die vierte entfernt und einen Einstieg hineingeschnitten, sodass ich eine flache Katzentoilette mit etwas Rundumschutz habe. Außerdem habe ich Einmal-Krankenunterlagen bei Inkontinenz bestellt. Ich werde damit den Karton am Boden und an den Seiten präparieren (es ist ja nur Pappe) und dann auf dem Boden Streu mit Lockstoff einfüllen + außen herum die Dinger auslegen. Im Haus habe ich drei Katzentoiletten, die von oben zugänglich sind, und eine Haubentoilette; ich fürchte, Marlowe wird eine Zeitlang keine von diesen wirklich benutzen können, auch wenn ich die Haubentoilette mit anbieten werde.

Ich habe entschieden, Marlowe nach der OP erst einmal auf das Wohnzimmer zu beschränken. Ich habe den Tisch in eine Ecke geräumt, sodass nur noch zwei der vier Seiten zugänglich sind (und das Wohnzimmer außerdem in der Mitte jetzt eine große freie Fläche hat). Dies hilft hoffentlich mir, wenn Marlowe sich dorthin zurückzieht und ich ihm Medikamente geben oder mit ihm für die Nachversorgung zum Arzt muss (aktuell meidet er mich deutlich, hat mich heute früh sogar angefaucht, als ich in seine Nähe kam; die Medikamentengabe wird dadurch nicht einfacher, weil sich der Kreislauf aus Zugriff/Zwang und Zurückziehen immer weiter verstärkt). Ich habe meinen einen Sessel umgedreht, damit er sich dort nicht mehr so einfach verstecken kann - auch dies, aus vorstehenden Gründen. Ich werde im Wohnzimmer schlafen, allerdings nicht die Gästecouch ausziehen, weil er dann darunter kriechen könnte. Vielmehr werde ich meine Matratze aus dem Schlafzimmer auf den Boden im Wohnzimmer legen (ich habe auch hier für etwaige Malheurs eine wasserfeste Auflage geordert): Marlowe gelangt dann leichter auf die nicht so hohe Matratze und auch von ihr herunter; wenn er fällt, ist die Fällhöhe sehr gering; ich hoffe einfach, dass er meine Nähe akzeptieren wird.

Neben Marlowe merkt auch Merlin, dass etwas im Busch ist. Ich versuche, Merlin durch intensive Katzeleinheiten zu bestärken, aber mein Fokus ist auf Marlowe. Hoffentlich führt das nicht zu Unsicherheitsverhalten bei Merlin.

Ich hoffe immer noch, dass bei der OP festgestellt wird, dass alles ein Irrtum oder alles nicht so schlimm wie befürchtet ist.  Aber ich muss der Alternative  ins Auge sehen, besonders weil die Masse so schnell gewachsen ist. Marlowe ist grundsätzlich robust, die Röntgenbilder sehen im Übrigen gut aus, es gibt viele Katzen, die so oder noch mehr gehandicapt sind und die zusammen mit ihren Menschen und kätzischen Mitbewohnern ihr Leben meistern. Wir bekommen das auch hin.