Sonntag, 17. April 2022

Lese-Sonntag im April 2022

Guten Morgen und frohe Ostern an alle, die das Osterfest feiern. Ich genieße den Sonntag und gebe zu, mich über das lange Wochenende zu freuen. ;) 

Ich werde noch entscheiden, mit was für einem literarischen Werk in welcher Form auch immer ich heute starte. Zunächst erst einmal mache ich mir Frühstück.

Update 10.45 Uhr

Ich bin ein wenig im Netz unterwegs gewesen und habe mein Frühstück genossen und mir dann "Anxious People" von Fredrik Backman gegriffen. Ich mochte seinen Roman um Ove und auch den Roman über Björnstadt (der Autor ist offenbar mit zwei weiteren Romanen in diese Stadt zurückgekehrt, hm), also habe ich vor kurzem bei "Anxious People" zugegriffen. Ein bislang namenloser 39jähriger Mann entschließt sich, eine Bank auszurauben, muss vor der Polizei flüchten und landet dabei in der oberen Etage eines Gebäudes inmitten einer Wohnungsbesichtigung und nimmt die Interessenten und die Maklerin als Geiseln - lässt sie frei und als die Polizei die Wohnung stürmt ist er fort und alle Fenster sind zu, die Ausgänge sind bewacht. Das ist kein Spoiler - der Autor legt diesen Ablauf bereits in den ersten Kapiteln dar. Momentan wird die Maklerin von der Polizei verhört und wir erfahren nicht etwa durch dieses aktuelle Interview mehr vom Geschehen, sondern durch die Fragen und das Verhältnis der beiden involvierten Polizeibeamten. Dabei trifft Backman wieder diesen Ton, den ich schon bei Ove mochte, ein humorvoll-sensibles-melancholisches Konglomerat...

Update 14.00 Uhr
Ich bin zu meinem Hörbuch "The Waiting Rooms" von Eve Smith und dem Puzzle gewechselt.  In dem Roman kam es zu einer globalen Krise, als mehr und mehr Krankheitserreger gegen vorhandene Antibiotika resistent geworden sind und schneller neue Stränge entwickeln als Gegenmittel gefunden werden können. Dies beeinflusst alle Bereiche des Lebens, da selbst einfache Infektionen vermieden werden müssen  und, weil nun Antibiotika rar und eingeschränkt einsetzbar sind, führt auch dazu, dass mit dem 70. Geburtstag Menschen keine Antibiotika mehr bekommen. Waiting Rooms werden die Orte genannt, zu denen über 70jährige mit Infektionen gebracht werden.. Ich habe gestern das Hörbuch begonnen und bin bei ca. 50 % - spannend, nur manchmal für mich etwas schwierig zu folgen, da Jetztzeit (mit 2 Charakteren) und die Zeit vor der Krise über Erinnerungen dargestellt werden und ich mich in die Sprechweise der drei Vortragenden einhören muss(te). :) 

Da ich dann auch langsam Hunger bekam, bin ich mitsamt Hörbuch in die Küche gewandert und habe ein Rezept von "Spain on a fork" (klick) ausprobiert, wobei ich allerdings deutlich weniger smoked Paprika verwendet habe, da dieses Gewürz bei mir durchaus schon mal zu Sodbrennen führen kann. Außerdem kann ich offenbar nicht mit Cups umgehen, den mein Teig war deutlich zu flüssig und ich musste pixDaumen Mehl nachgeben, bis der Teig ungefähr die Konsitenz im Video hatte. Das nächste Mal nehme ich wieder die Waage. :D Warum werden solche Knöllchen Biscuits genannt? Zum Salat passen "meine" Knöllchen (sie könnten einen Hauch mehr Salz haben, aber ich habe ja auch nachbessern müssen beim Nachbackversuch); vermutlich sind sie auch für Aioli gut geeignet oder neben Suppen o.ä. 

Update 16.45 Uhr
Ich höre mein Hörbuch weiter. :) Merlin hat mir vorhin Hilfe geleistet, jetzt schnorchelt er neben mir. <3
"The Waiting rooms" ist spannend, aber auch beunruhigend. Das Übermaß an Nutzung von Antibiotika, insbesondere auch im Zusammenhang mit Massentierhaltung und dadurch auch die Beeinflussung der Gewässer, Umwelt und Mensch, ist bereits heute bekannt. Und natürlich klingen Infektionsprotokolle vertraut. Der Roman wurde übrigens vor Corona geschrieben; er war bereits 2017 für den BridPortPrize nominiert (klick)

Update 20 Uhr
Mein Hörbuch ist beendet - mich hat es sehr gut unterhalten. Es mag allerdings nicht für jeden etwas sein mit der Covid19-Pandemie, auch wenn sich dieses Buch thematisch um die derzeit neben anderen Dingen auch höchst relevante Antibiotika-Frage dreht. 

Mein Abendessen habe ich bereits verschnabuliert - den restlichen Salat von heute Mittag zusammen mit den heute gebackenen Knöllchen. Eine Runde auf Vittesund habe ich auch gedreht und zumindest ein paar Häschenkörbe abgestaubt. :) Jetzt muss ich nur überlegen, ob ich ein weiteres Hörbuch anfange und weiter puzzle oder zu Fredrik Backman und den Anxios People zurückkehre...

letztes Update 23.30 Uhr
Ich konnte mich von meinem Puzzle nicht wirklich losreißen, also habe ich mir "Dshamilja" von Aitmatov auf meinen Player gepackt und mir von Ulrich Matthes vorlesen lassen - ein reread im audioformat. Die Geschichte rührt mich noch immer an und Ulrich Matthes macht einen tollen Job.

Ganz geschafft habe ich heute mein Puzzle zwar nicht, aber das dürfte sich morgen erledigen. Und vielleicht habe ich ja sogar Lust, danach zu dem Printbuch zu greifen. ;) 

Bis zum nächsten Mal! :)

14 Kommentare:

  1. Schön, dass du das lange Wochenende genießen kannst (und heute beim Lese-Sonntag dabei bist)! :)

    Ich weiß auch noch nicht so recht, womit ich den Tag verbringen werde. Noch hüpfe ich von einem Ding zum nächsten und lasse mich von allem ablenken. *g*

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    1. Ui, mit deinem Frühstück hast du dir ja richtig Mühe gegeben - sieht wieder sehr gut aus! :)

      Es ist seltsam ... obwohl ich Ove wirklich genossen haben, habe ich bislang keine weitere Geschichte von dem Autoren gelesen (oder gehört). Ich habe seinen zweiten Roman als Hörbuch und bin nie über die ersten Minuten hinaus gekommen, und ich lese immer aufmerksam die Inhaltsangaben seiner neuen Veröffentlichungen, aber so richtig reizen sie mich nicht. Vielleicht weil ich befürchte, dass sie zu sehr "Ove" sind ...

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    2. @Konstanze
      Vielleicht solltest Du mal eine Leseprobe über kindle laden und anlesen. Die Story im ersten Björnstadt-Roman hat sich von Ove deutlich unterschieden; was ich bislang von "Anxious People" gelesen habe auch - auch wenn manche Themen natürlich immer wieder auftauchen. Das gilt aber ja schriftsteller-übergreifen. ;)

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    3. Eigentlich würde ich den Autor ja auch lesen, weil ich bestimmte Elemente wiederfinden wollen würde. *g* Ich weiß selber nicht genau, wieso ich vor weiteren Geschichten von ihm zurückschrecke ... aber ja, vielleicht würde mir eine Leseprobe genügend Lust machen, um doch mal eine zu lesen (oder zu hören).

      Dein Hörbuch klingt ... nicht sehr ansprechend. ;) Oder auch etwas zu realistisch! Und ein bisschen erinnert mich die von dir beschriebene Handlung an einige Texte von Seanan McGuire, die in erschreckender Weise all die Dinge vorhersagten, die wir dann in den ersten Monaten der Pandemie erlebt haben. Ich fürchte mir geht das Thema immer noch zu nah, um aktuell solche Geschichten lesen (oder hören) zu können.

      Deine Knöllchen sehen sehr lecker aus! Ich finde es großartig, dass du inzwischen so viele Rezepte ausprobierst. Oh, und Biscuit ist in den USA nun mal der Begriff für schnell-backbare kleine Brotdinge (was ich immer wieder sehr lustig finde, wenn ich bei einem Roman darüber stolpere, dass alle anderen englischsprachigen Autoren Biscuit für Kekse verwenden).

      Was die Cups angeht: Trockene Zutaten fest hineinpressen und dann glattstreichen. Und wenn es dann immer noch nicht passt, kann es auch an deinem Mehl liegen. Ich finde es immer sehr schwierig bei englischsprachigen Rezept-Autoren genau nachzuvollziehen, welches Mehl sie verwendet haben, weil unsere Einteilung von Mehl gefühlt vollkommen anders ist. ;)

      (Und wann gibt es ein Puzzlebild für uns? ;) )

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    4. @Konstanze
      Ich kann verstehen, dass das Buch etwas zu nah daheim aufschlägt...
      Den Kanal von Spain on a fork habe ich schon länger abonniert. Er erklärt so, sodass selbst komplette Anfänger, glaube ich, zurecht kommen würden. Dazu gehört auch, dass er neben den Cups Grammangaben im Video macht. Dass ich heute mit dem Teig Probleme hatte - nun, so wie Du es beschreibst habe ich die Cups tatsächlich nicht verwandt beim Mehl, vielmehr war es locker aus dem Mehlbehälter rein in die Teigschüssel. Vielleicht war ich zudem abgelenkt und habe statt 3 nur 2 Cups genommen ohne es zu realisieren *grübel* Das ist mir letztens auch schon beim Bagel-Rezept passiert, da habe ich nicht richtig gewogen und hatte einen viel zu dünnen Teig...

      Das Puzzlebild gibt es beim letzten Update. :D

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    5. Schön, dass dir die Rezepterklärung so zusagt und dir damit Lust aufs Ausprobieren macht. Gute Rezepterklärung ist so wichtig! Mir ist das mit den Cups bei US-Backsendungen aufgefallen, dass da in der Regel der Cup ins Mehl getaucht und eben etwas fester gefüllt (und dann abgestrichen) wird. Ein Cup weniger wäre natürlich auch ... eine Herausforderung für den Teig. *g* Bagel will ich auch endlich mal wieder machen ... So viele leckere Rezepte, so wenig Zeit zum Backen! ;)

      Dann warte ich gespannt auf die Puzzle-Enthüllung am Ende des Abends! *g*

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    6. @Konstanze
      Lach, ja, das wäre es in der Tat - besonders beim Versuch, hochzubacken. :D
      Das Puzzlebild ist hochgeladen - ich habe dann auch mal das vorhin vergessene Merlin_hilft_Foto eingestellt. *g*

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    7. Sehr schön, wie Merlin sich ganz auf dein Puzzle konzentriert! (Ob seine Augen dabei geöffnet waren? *g*) Es ist auf jeden Fall eine beeindruckende Leistung, dass du heute so viel davon geschafft hast! Bei all den hellen bläulich-weißen Flächen muss das doch einiges an Geduld gekostet haben. :)

      Ich hoffe, du kannst den morgigen Feiertag noch in Ruhe genießen und mit deinem Hörbuch auf den Ohren entspannt dein Puzzle beenden! Schön, dass du heute beim Lese-Sonntag wieder dabei warst. :)

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  2. Moin! Frohe Ostern und genieße dein Frühstück!

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  3. @Anette - habe ich, danke! :) Ich hoffe, das Wetter hält sich für den Balkonbesuch bei Deiner Schwester.

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    1. Oh, auf jeden Fall, hier ist es richtig schön, nur der Wind könnte ein bisschen weniger sein...
      Dein Gericht sieht sehr gut aus! Ich verwende auch gern geräuchertes Paprikapulver, hab extra zwei Sorten, "dulce" und normales, scharfes.
      Ich glaube, das Wartezimmerbuch wär momentan nix für mich.

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    2. @Anette
      Ich habe nur "sweet", dürfte die "dulce" sein, glaube ich. :)

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    3. Ja, sollte dann "mild" sein ;-) Ich mag es ja ganz gerne feurig, wenn auch nicht zu übertrieben.

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    4. @Anette
      Ich mag es nicht so scharf; ich habe häufig das Gefühl, dass die Schärfe alles überdeckt. Selbst mildes indisches Essen kann für mich schon in diese Richtung gehen und das verleidet mir dann denn Essensgenuss. Und wenn ich Pech habe, reagiert der Magen. ;)
      Deswegen - auch wenn ich neben edelsüßen Paprika und den sweet smoked auch noch Rosenpaprika und sogar Chiliflocken im Haus habe, gehe ich damit seeeehr bewusst und zurückhaltend um. :D

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