Den Beitrag wollte ich bereits heute früh begonnen habe. Das hat, wie man sehen kann, sehr gut geklappt.
Wie am vorausgegangenen Wochenende habe ich auch heute den Tag lesend und im Bett begonnen. Ich finde das so wunderbar luxuriös und entspannend, lach. Heute früh habe ich "Ein Monat auf dem Land" von J. L. Carr begonnen und das Buch auch im Verlauf des heutigen Tages beendet. Es handelt sich eher um eine lange Novelle oder einen kurzen Roman von knapp 157 Seiten. Der ca. 25jährige Ich-Erzähler Thomas Birkin begibt sich in den Norden Englands, um dort in einer kleinen Kirche ein Gemäde zu restaurieren, während zeitgleich auf einem neben dem Friedhof liegenden Acker der ca. 30jährige Archäologe Charles Moon mit einer Suche nach einem Grab beschäftigt ist. Beide Männer wurden aufgrund des Testaments einer Ms Hebron beauftragt, die der Ansicht wahr, das Grab eines Verwandten sei auf dem Feld zu finden und im Gewölbe der Kirche das Gemälde. Dieser kleine Roman handelt nicht nur von Toms Arbeit - er deckt in der Tat ein Gemälde auf und restauriert es und ich mochte sehr, wie er die Arbeit des Malers betrachtet, sie für sich wertet, sich Fragen dazu stellt -, sondern auch, wie er in diesem kleinen Dorf mit einer überschaubaren Gemeinschaft und einer fordernden befriedigenden Arbeit wieder beginnt, Kontakte zu knüpfen, sich zu öffnen. Wie Moon ist Birkin ein Veteran des 1. Weltkrieges, beide haben diese Hölle er- und durchlebt und leiden weiter darunter. Dabei hat die Geschichte humorvolle Elemente und der Ton ist sogar leicht, wenngleich durchsetzt von Melancholie; die Geschichte erzählt ein wesentlich älterer Tom. Ich habe das Buch beim Weihnachtsshopping kurz vor Nikolaus in einem Buchladen entdeckt und spontan mitgenommen - das war eine sehr gute Entscheidung.
Unterbrochten wurde mein Lesetag von einer SMS, dass eine Lieferung in der Paketstation liege. Ich hatte ja gedacht, dass es der Comic über die zwangsweise einen Jobwechsel vollziehende Hexe wäre, stattdessen zog ich aber NoFear Shakespeare Graphic Novel "Romeo & Juliet" aus dem Fach, was mich etwas überraschte. Das Buch hatte ich erst Freitag bestellt. Aktuell (also 2018) gibt es meines Wissens nur drei Graphic Novels von NoFear Shakespeare mit dem modernen Englisch, "Hamlet" (mochte ich sehr), "Macbeth" (hier war ich nicht ganz so glücklich mit den Illustrationen) und nun ist auch die letzte "Romeo & Juliet" bei mir eingezogen. Gerade weil ich in der Schule nur "Hamlet" kennengelernt habe und Shakespeare im Übrigen weder in Deutsch noch in Englisch behandelt wurde, bin ich für diese NoFear-Ausgaben dankbar und hoffe, dass noch weitere Stücke folgen. :)
Tja, zwischendurch habe ich außerdem einen Berliner mit Eierlikörfüllung statt eines Mittagessens zu mir genommen, den Kater mit der ersten Feiertags-Rindfleischportion versorgt, drei Mensch-Katzen-Heimdecken durch die Waschmaschine gejagt (ich warte darauf, dass der Trockner fertig wird) und nebenher "RustyLake Escape the Theatre" gespielt (klick-point-Escape-Room-Rätselspiel, sehr skurril bzw. surreal, es geht auch um Morde und daher gibt es auch paar gewalttätige blutige Szenen - z.B. einen Hasen mit Maschinengewehr, der davon auch Gebrauch macht -, aber irgendwie fesselnd).
Aktuell liegt neben mir der Comic/Graphic Novel/das Album "Heimat" von Nora Krug, "Romeo & Juliet" ist auch nicht weit weg und dann sind da ja noch die restlichen Weihnachtsbaumbücher oder "Into the Drowning Deep" von Mira Grant - Dank noch einmal auf diesem Wege, Konstanze! :) -. Ich denke nicht, dass ich "The Outsider" von Stephen King in diesem Jahr noch beginnen werde (Hashtag runninggag).
Update 23.15 Uhr
Ich habe mich nach einigem Hin und Her und unterbrochen von der Zubereitung meines Abendessens (ein Linsen-Bratling-Käse-Burger mit Tomaten, frischen und Gewürz-Gurken) entschieden, das früher am heutigen Tage bereits begonnene "Heimat" von Nora Krug weiter zu lesen.
In der Kombination von Zeichnungen, Fotos, Karten, einerseits mit Erinnerungen, Definitionen und Protokollauszügen, Zeitungsberichten und Fakten bis heute andererseits und auch unterschiedlichem Text- und Papierlayout ist das Buch ein von der 1977 in Deutschland geborenen und aufgewachsenen und später in die USA gegangene Autorin erstelltes Erinnerungsalbum. Sie setzt sich mit ihren familiären Wurzeln in Deutschland auseinander, recherchiert und stellt sich dabei auch der Nazizeit und der eigenen Familiengeschichte. Das Buch ist inhaltsschwer und komplex; es hat keine vollständigen Antworten für die Autorin oder die Leserschaft ...
Leider hat sich die Geräuschkulisse mit fortschreitendem Abend erhöht, zwar in Maßen, aber halt doch spürbar, sodass Merlin aufmerksam die Fensterfront im Blick behält, während er neben mir sitzt. Ich hoffe, dass wir spätetestens gegen 01.00 Uhr "durch" sein werden. Ich denke, ich werde mir jetzt noch einmal mein Rusty-Lake-Theatre-Spiel vornehmen und kein weiteres Buch mehr in diesem Jahr beginnen. ;) Ich schätze, ich melde mich später noch kurz einmal.
Update zur Nacht um 01.00 Uhr
Dankenswerterweise sind nur noch ein paar vereinzelte Böller zu hören, was natürlich, wenn man schlafen möchte, immer noch stört - aber zumindest ist die Dauerbeschallung vorbei. Als sie los ging, verzog sich Merlin unter den Tisch und blieb dort gut eine halbe Stunde lang sitzen, danach wurde es draußen ruhiger und er kam wieder zu mir auf die Couch. Ich habe dieses neue Jahr mal nicht mit Sekt sondern mit schottischem Whisky begrüßt und als Nervennahrung gab es etwas Laugen"konfekt". :) Mein "Ecape the Theatre" von Rusty Lake habe ich beenden können, allerdings brauchte ich doch einen Hinweis an der "Seasons"-Stelle. Offenbar denke ich immer noch nicht "genug" wie es für Rusty-Lake-Spiele erforderlich ist. :)ich werde mich jetzt mal in die Koje begeben. Wir lesen uns!



Oh, du hattest doch einen Lesetag gemacht! Ich hatte in den letzten Tagen mal geschaut und als ich keinen Beitrag sah (und keinen im Feedreader angezeigt bekam), war ich davon ausgeganen, dass du doch nicht bloggst. Schade, ich hätte dich gern den Tag über "begleitet"!
AntwortenLöschenAber es ist schön zu lesen, dass du dir mit deinen Büchern ("Ein Monat auf dem Land" klingt gut) eine gemütliche Zeit gemacht hast und auch Merlin nicht zu sehr gestört wurde. Zu schade, dass du keinen Burger rüberreichen kannst, ich hätte den dann gern ohne Tomaten. ;D
Ja, hatte ich - allerdings habe ich auch erst am späten Nachmittag den Beitrag geschrieben und danach online gestellt und ab und an "hakt" es ja auch beim Feed für die Feedreader. :)
LöschenDa mir der Roman von Carr sehr gut gefallen hat, habe ich mir "What Hetty did" von ihm im Original geordert und hoffe auf ein ähnlich schönes Leseerlebnis. Er hat noch weitere Romane geschrieben, aber die reizen mich thematisch nicht so. :)
Der Burger war wirklich lecker und recht saftig; den Linsenpatty gab es im Zweierpack im Frischeregal des örtlichen Reformhauses. :) Und Tomaten hätte ich für Dich auf jeden Fall weg genommen (und auf meinen gepackt, lach).
Ui, wenn du gleich direkt das nächste Buch vom Autor bestellst, muss es dir wirklich gut gefallen haben. :)
LöschenDas klingt sehr appetitlich! Wir haben gestern nach der einzigen Burgermischung gesucht, die wir aus dem Reformhaus so richtig gerne mögen, aber natürlich gibt es die nicht mehr. Dann kann ich in Zukunft gleich selber irgendwas zusammenmischen. *g*
Ich bin ja eine sehr bequeme Frau und greife auf das Fertigprodukt zurück, Konstanze. :)
LöschenKlingt, als hättest du einen sehr gemütlichen Jahreswechsel gehabt. "Ein Monat auf dem Land" ist jetzt gleich mal bei mir auf der Wunschliste gelandet.
AntwortenLöschenHatte ich, Neyasha, jedenfalls bis die Knallerei "richtig" los ging. :)
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